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Großes Interesse am ARD-Demenz-Drama

Zwei höchst unterschiedliche TV-Filme konkurrierten am Montag Abend bei ARD und ZDF um die Aufmerksamkeit der Zuschauer, am Ende lag erstaunlicherweise "Hart aber fair" vorn. Allerdings war's eine knappe Angelegenheit: "Stiller Abschied" mit Christiane Hörbiger erreichte 5 Mio. Zuschauer. Bei RTL verabschiedete sich "Was verdienst du?" mit enttäuschenden Werten vom jungen Publikum. Und das neue RTL-II-Promimagazin "Hautnah!" startete schwach.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Montag wissen müssen:

1. Jauch vor "Stiller Abschied", "Hart aber fair" siegt
Mit dem Psychokrimi "Mord in den Dünen", für den Anna Loos als Streetworkerin nach einem verschwundenen Mädchen sucht, dem sie zuvor geholfen hat, sicherte sich das ZDF am Montagabend die Gunst von 4,92 Mio. Zuschauern und erzielte einen guten Marktanteil von 15,2 %. In unmittelbarer Konkurrenz zeigte das Erste Christiane Hörbiger als taffe Unternehmerin, die immer stärker unter Gedächtnislücken zu leiden hat, bis sie eine niederschmetterende Diagnose erhält. 5,01 Mio. (15,5 %) entschieden sich für das Demenz-Drama "Stiller Abschied". Für den Tagessieg allerdings reichte es dem ARD-Film nicht, ebensowenig wie für "Wer wird Millionär?" bei RTL, das 5,1 Mio. Zuschauern (15,8 %) ab 3 Jahren sahen. Vorne liegt nämlich Frank Plasberg, der im Anschluss an den Hörbiger-Film bei "Hart aber fair" über die "Diagnose Alzheimer: Mildes Wegdämmern oder Absturz ins Dunkel?" diskutierte und – trotz späterer Sendezeit als gewohnt – 5,27 Mio. (21,3 %) erreichte. Die "Tagesschau" hatte zu Beginn des Abends bereits 5,15 Mio. Zuseher.
 2. RTL-Reality "Was verdienst du?" endet enttäuschend
Die letzte Folge der RTL-Reality "Was verdienst du?", die wohl an den Erfolg von "Undercover Boss" hätte anknüpfen sollen, endete derweil mit enttäuschenden Werten. Gerade einmal 11,9 % der jungen Zuschauer interessierten sich für den offenen Gehaltszoff in einem Gelsenkirchener Sanitärbetrieb – Platz 8 in den Tages-Charts. Auch wegen der zwischenzeitlichen Schwächen hat sich die Reihe nicht unbedingt für eine Fortsetzung empfohlen. Allerdings zeigte auch "Wer wird Millionär?" zuvor bereits Schwächen bei den jüngeren Zuschauern, kam mit 1,77 Mio. auf 14,8 % und muss den Pro-Sieben-Sitcoms im Montags-Ranking den Vortritt lassen. Meistgesehene Sendung im jungen Publikum war aber "GZSZ" (2,11 Mio.).
3. Pro-Sieben-Sitcoms stark, Sat.1-Serien kommen unter die Räder
Mit 16,1 bzw. 17,1 % lieferte "The Big Bang Theory" einmal mehr starke Werte ab und setzte Pro Sieben auf die Plätze 2 und 3 in der Zielgruppe, 2,01 bzw. 1,99 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen zu. "Die Simpsons" erzielten davor 1,59 und 1,71 Mio. (13,8 und 13,7 %), "Circus HalliGallli" holte gute 13,2 % (1,17 Mio.). Mit seinem grünen Bogenschützen "Arrow" war außerdem Vox erfolgreich, die Serie schaffte nicht nur erneut den Sprung in die Zweistelligkeit, sondern landete mit 11,3 % am Abend auch nur knapp hinter der Reality-Konkurrenz von RTL. 1,43 Mio sahen zu, aber nur 1,13 Mio. blieben nachher auch für "Grimm" dran, das mit 9,4 % aber ebenfalls gut lief. Für Sat.1 sah’s mau aus: Mit 8,7 % kam "The Mentalist" um 20.15 Uhr ziemlich unter die Räder, "Elementary" schaffte nachher sogar nur 7,5 %. Damit landete Sat.1 auch klar hinter RTL II.
4. Wenige Zuschauer wollen neues RTL-II-Promimagazin sehen
Ebenda (also bei RTL II) ging der Abend ziemlich gut los, immerhin sind "Die Geissens" wieder auf Sendung, und die scheinen ihr Stammpublikum zu pflegen. 1,1 Mio. junge Zuschauer wollten "Eine schrecklich glamouröse Familie" im Urlaub begleiten, der Marktanteil lag bei 9,1 %. Im Anschluss lief erstmals "Hautnah! Das Promimagazin", für das Allzwecknackedei Micaela Schäfer Gleichgesinnte traf, aber vor deutlich leereren Zuschauerrängen. Übrig blieben bloß 5,3 % (0,5 Mio.). Mehr als 5,0 % waren für "Tödliche Nähe" auf Kabel 1 auch nicht drin, "Lucky Number Slevin" steigerte sich später immerhin auf 7,4 %.
5. MDR-Zuschauer neugierig auf Völkerschlacht-"Top News"
Der MDR inszeniert geschichtliche Ereignisse neuerdings als "Top News", zumindest lief am Montag ein erster Versuch mit "Völkerschlacht überrollt Sachsen". Die Sendung arbeitet das historische Ereignis mit den Mitteln moderner Nachrichtensendungen auf, Ingo Zamperoni aus den "Tagesthemen" moderiert, Reporter berichten, verwackelte Bilder vom "Schlachtfeld" komplettieren das Ereignis. Zum Auftakt der täglichen Vorabend-Reihe hatten 730.000 Zuschauer eingeschaltet (2,5 %). Ein größeres Publikum erreichte der MDR am Montag nur mit dem direkt davor laufenden "MDR aktuell" (0,77 Mio.). Bei Super RTL, das mit "Scandal" schon mal seinen neuen, erwachsenenorientierten Abend einleiten wollte, war für die hochgelobte US-Serie allerdings kaum was zu holen. Lediglich 0,23 und 0,21 Mio. schalteten ein.

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