11 Mio. sehen 3:0-Sieg gegen die Iren

Das WM-Ticket für Brasilien ist gelöst: Am Freitagabend siegte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit 3:0 Toren gegen Irland und fährt nun im kommenden Jahr sicher nach Südamerika. Mit deutlich über 10 Mio. Zuschauern holte das Spiel im Ersten den klaren Tagessieg, stärkster Konkurrent war "Der Alte" im ZDF mit nicht einmal halb so vielen Zuschauern. Im jungen Publikum stemmte sich RTL mit "Wer wird Millionär?" und "Chartshow" müde gegen die Konkurrenz.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. WM-Qualifikation stellt die Konkurrenz in den Schatten
In der 12. Minute traf Sami Khedira für Deutschland zum 1:0, André Schürrle legte in der 58. nach und Mesut Özil setzte kurz vor dem Abpfiff noch ein 3:0-Ausrufezeichen hinter den achten Sieg, den Jogi Löws Team im neunten WM-Qualifikationsspiel errang. Das Interesse der Zuschauer war noch einmal größer als bei der September-Begegnung gegen die Faröer-Inseln, die bereits 10,25 Mio. eingeschaltet hatten. 11,05 Mio. reichten am Freitag für 35,6 % Marktanteil im Gesamtpublikum, von den jungen Zuschauern entschieden sich 33,0 % für den Fußball (3,76 Mio.). Auf insgesamt 9,34 Mio. kamen die "Tagesthemen" in der Halbzeitpause, wie die weiteren Qualifikationsspiele ausgegangen waren, wollten ab 23 noch 5,86 Mio. wissen. Für den erst nach 23.30 Uhr gestarteten "Sportschau-Club" erwärmten sich schließlich 2,55 Mio.
2. Kein Leo-Effekt: Schwache Spielfilmkonkurrenz bei Sat.1 und Pro Sieben
Wenn im Ersten Fußball läuft, dann machen wir eben – Kontrastprogramm, wird sich Sat.1 gedacht haben, und ließ am Abend Leonardo di Caprio untergehen. Die Rechnung ging nur bedingt auf: Mit 9,8 % Marktanteil bei den jungen Zuschauern (0,9 Mio.) war James Camerons endloswiederholtes Katastrophenepos "Titanic" kein Totalausfall, Pro Sieben holte zur gleichen Zeit mit dem actionreicheren "Der Staatsfeind Nr. 1" aber knapp bessere 10,3 % und 1,13 Mio. 14- bis 49-Jährige vor den Bildschirm.
3. Mit dem Standardprogramm: RTL stemmt sich glanzlos gegen den Fußball
Am ehesten zur Wehr setzen konnte sich beim jungen Publikum RTL. Das liegt daran, dass "GZSZ" auf Platz 5 in den Tages-Charts schon vor dem Anpfiff lief (1,58 Mio.). Und daran, dass "Wer wird Millionär?" und "Die ultimative Chartshow" zwar glanzlos liefen, aber immerhin klar zweistellige Werte abliefern können, nämlich 12,8 und 12,0 % (1,35 und 1,19 Mio.).
4. ZDF liegt mit "Der Alte" vorn, "Forsthaus Falkenau" startet stark in die letzte Runde
Im Gesamtpublikum wiederum heißt der zweite Sieger ZDF – auch wenn "Der Alte" mit 5,27 Mio. nicht einmal halb so viele Zuschauer hatte wie das Qualifikationsspiel im Ersten. Für Platz 4 (und 17,0 % Marktanteil) reichte es allemal. Mit 3,98 Mio. tat sich "Letzte Spur Berlin" im Anschluss schon deutlich schwerer und muss sich "Wer wird Millionär?" bei RTL geschlagen geben, das aber auch bloß auf 4,34 Mio. und 14,2 % kam. Zu späterer Stunde wollten im ZDF schließlich noch 2,72 Mio. die "heute show" sehen (14,5 %). Und am Vorabend startete "Forsthaus Falkenau" mit Hardy Krüger Jr. nach 184 Jahren in seine allerletzte Staffel, nach der endgültig Schluss ist. 3,76 Mio. Zuschauer werden das womöglich bedauern. (Und je nachdem, welcher Ersatz sich findet: das ZDF eventuell auch.)
5. Blaue Augen für die zweite Privatsenderreihe
Das blaue Auge, mit dem die kleineren Privatsender den Fußballabend überstanden, ist deutlich größer als das der großen, zumindest leuchtet das Blau bei Kabel 1 besonders hell: Mit der Triple-Folge "Unforgettable" war gegen die Konkurrenz nichts auszurichten, der Marktanteil bei den jungen Zuschauern lag bei indiskutablen 4,0, 3,3 und 3,0 % (0,42, 0,39 und 0,3 Mio.). Mit dem Fortsetzungsquatsch "American Pie präsentiert: Die nächste Generation" kriegte RTL II zumindest halbwegs die Kurve und landete bei 5,6 % (0,63 Mio.). Auf gerade mal 6,0 % kam derweil Vox mit "Law & Order: Special Victims Unit", und zwar wegen der gesendeten Doppelfolge gleich zweimal nacheinander (0,64 und 0,7 Mio.).

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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