Neue App: Line greift WhatsApp an

Angriff auf den Platzhirsch: Bislang wird in Deutschland der Markt der Kommunikations-Apps einzig von WhatsApp beherrscht. Der Versuch der Telekom mit Joyn einen ersthaften Rivalen zu platzieren scheint gerade erst zu scheitern. Mit Line versucht es jetzt der nächste Konkurrent. Der japanische Dienst ist jedoch keine Startup-Klitsche, sondern verfügt bereits über 260 Millionen Nutzer. Das Geheimnis des stillen App-Giganten ist sein Mix aus Facebook, WhatsApp und Videotelefonie.

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Bislang war Line überwiegend in Asien aktiv. Jetzt ist die App allerdings auch hierzulande in den einschlägigen App-Stores zu haben. “Aktuell gewinnen wir jeden Tag 1,5 Millionen neue Nutzer weltweit”, zitiert der Focus die für das internationale Geschäft zuständige Line-Managerin Sunny Kim.

In Deutschland scheint Line, zumindest auf den ersten Blick, keine Chance gegen WhatsApp zu haben. Immerhin verfügt der Marktführer allein hierzulande über rund 20 Millionen Nutzer. Weltweit sind es um die 300 Millionen. Allerdings stellte sich die Situation in Spanien vor einem Jahr ganz ähnlich dar. Doch innerhalb von zwölf Monaten konnten die Japaner dort 15 Millionen Nutzer gewinnen.

Im Kampf gegen den Platzhirsch punktet der Herausforderer vor allem mit Funktionen, die WhatsApp noch abgehen. So bietet Line Video-Telefonie, einen Newsfeed, Games und sogar eine Verbindung zum Deskop. Zudem ist der Dienst kostenlos. Ihre Umsätze generieren die Japaner mit Werbepartnerschaften und – ganz in japanischer Tradition – dem Verkauf von virtuellen Gütern.

Sollte es Line auch hierzulande gelingen, einen gewissen Marktanteil zu gewinnen, dürfte das das definitive Ende des Joyn-Projektes der Telekom bedeuten. Je mehr dieser neuen Kommunikations-Apps starten, um so näher rückt das Ende der klassischen SMS.

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