Die Bilanz des ersten Huffington-Post-Tages

Selten gab es in der jüngeren Vergangenheit einen Website-Launch, der von den Medien stärker beobachtet wurde als dieser: Seit Donnerstag ist die deutsche Huffington Post online - und sorgte am ersten Tag für viel Neugier. Die ersten Zahlen sind beachtlich. So nennt der deutsche HuffPo-Chef Oliver Eckert MEEDIA gegenüber 250.000 Visits und 750.000 Seitenabrufe. Und auch in den sozialen Medien gibt es erste Erfolge für die HuffPo-Inhalte. Spannend dabei: Vor allem die Gastbeiträge kommen gut an.

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Natürlich hat der Start der Huffington Post für so viel Aufmerksamkeit gesorgt, dass alles andere als beachtliche Traffic-Zahlen eine Überraschung gewesen wären. Bis in das "Nachtmagazin" der ARD hat es die neue Website geschafft, die großen Online-Medien haben ohnehin alle berichtet. Dennoch: 250.000 Visits und 750.000 Page Impressions sind ein schönes Ergebnis für den ersten Tag einer neuen Website.

Hochgerechnet auf einen kompletten Monat, wäre die deutsche Huffington Post damit schon in etwa in Reichweite der Top 20 des Nachrichten-Marktes. Natürlich wird es für die HuffPo-Macher in den kommenden Tagen und Wochen aber schwer, diese Premieren-Zahlen zu halten, denn der Neugier-Faktor verschwindet schnell – und entscheidend sind dann die Inhalte. Laut Oliver Eckert, der neben seinem Job als Tomorrow-Focus-Media-Chef auch die Geschäfte der deutschen HuffPo führt, war der erfolgreichste Text des ersten Tages der Launch-Aufmacher vom Morgen: "Regiert endlich! Deutsche fordern Neuwahlen". Dahinter folgen das Service-Stück "Die besten versteckten Eigenschaften von Apples iOS7", der Gastbeitrag von René Obermann und das Interview mit Lothar Matthäus.

Interessant: In den sozialen Netzwerken, wo die deutsche HuffPo bisher fast 5.000 Twitter-Follower und 6.000 Facebook-Fans eingesammelt hat, sorgten vor allem die Gastbeiträge für Buzz: So erreichte der Text des foodwatch-Gründers Thilo Bode mehr als 100 Likes, Tweets, etc. Dahinter folgen laut Daten des Social-Media-Analyse-Dienstes 10000 Flies die Texte von Hilmar Pfister, René Obermann, Arianna Huffington, Sascha Pallenberg, Thilo Specht – und erst dann mit den "versteckten Eigenschaften von Apples iOS7" der erste Artikel der Redaktion. [Offenlegung: Ich, MEEDIA-Autor Jens Schröder bin Mitbetreiber von 10000 Flies]

Lustiges Detail am Rande: So beachtlich der Premieren-Erfolg der Huffington Post ist – gegen die Aktion des Blogs Der Postillon, das sich kurzerhand in "Huffington Postillon" umbenannte und damit vor allem bei Twitter für Aufsehen sorgte, kam die Huffington Post nicht an. Das Satire-Blog erreichte am Donnerstag laut Macher Stefan Sichermann – natürlich auch wegen der Blitzmarathon-Geschichte – mehr als 286.000 Visits – und damit ein paar mehr als die Huffington Post.

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