Vision Media macht eine Frau aus Mädchen

Die Zeitschrift Mädchen wird von 14täglicher auf eine monatliche Erscheinungsweise umgestellt. Entsprechende Hinweise aus der Branche bestätigte Vision Media-Chef Robert Sandmann am Montagmorgen gegenüber MEEDIA. Bei der Frequenzumstellung handele es sich um eine "strategische Anpassung an die aktuellen Marktgegebenheiten". Inhaltlich soll sich das Teenie-Blatt für 12-17-Jährige zur Frauenzeitschrift entwickeln. Wie viele Mitarbeiter gehen müssen, sagt Sandmann nicht.

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Eine Zukunft als Blatt für pubertierende Mädchen sieht Sandmann offenbar nicht. Die Zeitschrift verstehe sich eher als "Deutschland jüngstes Frauenmagazin". Warum dann nicht der Name gleich mit verändert wird? Die Marke funktioniere als solche, so Sandmann. Die Leserinnen sehen sich als Mädchen, beschäftigen sich aber mit Themen junger Erwachsener wie Mode und Beauty. Und das, keine Überraschung, gefällt vermutlich auch der werbungtreibenden Industrie. 
Bereits im Mai war Mädchen optisch überarbeitet worden. Nun solle ins Heft investiert werden, die Schwerpunkte Mode und Beauty sollen laut Sandmann ausgebaut werden. Nach MEEDIA-Infos soll die Redaktion künftig aber nur aus etwa sieben Redakteuren bestehen. Offiziell heißt es, die neue Erscheinungsweise bedinge "eine Bündelung personeller Ressourcen auf Kernkompetenzen". Mädchen bleibe unter Chefredakteurin Verena Roskos ein "eigenständiger Titel".
Sandmann verweist auch auf die knapp 1,4 Millionen Unique User, die Mädchen im Web pro Monat (laut AGOF) erreiche. In Arbeit sei ein YouTube-Kanal, zuletzt wurde die App Mädchen View entwickelt. Mädchen soll digitaler und vor allem mobiler werden. Als gedrucktes Heft, das nach wie vor Umsatzbringer ist, bereitet Mädchen allerdings Sorgen, sank in den vergangenen Jahren der Einzelverkauf doch recht deutlich – was dem Markttrend entspricht. Die verkaufte Auflage liegt derzeit (IVW II/2013) bei 110.101 Exemplaren.   
Im Mai verkündete der Verlag Vision Media bereits, dass die Jugendzeitschrift Popcorn künftig von einem externen Dienstleister produziert wird. 

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