Tim Wolff wird neuer Titanic-Chefredakteur

Der digitale Medienwandel geht auch am Satiremagazin Titanic nicht spurlos vorbei. Der bisherige Online-Redakteur Tim Wolff wird laut Spiegel neuer Chefredakteur des Magazins. Online helfe Print, sagt Wolff. Leo Fischer, der den Posten vor ziemlich genau fünf Jahren von Thomas Gsella übernommen hatte, bleibt als Autor an Bord. Im August 2012 hatte Fischer im Interview mit MEEDIA gesagt: "Titanic ist eine Art Familie...und alle haben dasselbe Ziel: Sie wollen einfach ein großartiges Heft machen."

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Ein Titelbild vom August vergangenen Jahres, das den Papst Benedikt XVI. mit einem Fleck auf dem Gewand zeigte, versehen mit der Zeile "Halleluja im Vatikan – Die undichte Stelle ist gefunden!" hatte für besondere Aufmerksamkeit gesorgt. Einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen das Blatt zog der Vatikan später wieder zurück. 

Der neue Chefredakteur verrät noch vor Antritt seines Amtes Mitte Oktober die Strategie der Frankfurter: "Gute Online-Witze führen zu mehr Abonnements." Auf Facebook hat das Satireblatt über 143.000 Fans, knapp 116.000 Follower verfolgen die Twitter-Kommentare der Redaktion. Beim Auflagen-TÜV ist die Titanic nicht angemeldet – nach eigenen Angaben hat die monatlich erscheinende Zeitschrift 20.000 Abonnenten, gedruckt werden 100.000 Exemplare. Der Spiegel schreibt, jede Ausgabe verkaufe rund 80.000 gedruckte Exemplare.

Zu einem ausführlichen Interview mit Fischer, das MEEDIA im August 2012 veröffentlichte, geht es hier.

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