Sky: Leverkusen-Bayern holt Rekordquoten

Nicht immer ist das von Sky so genannte "Topspiel" am Samstagabend auch tatsächlich ein sportliches Topspiel. Diesmal war es eins - und das zeigte sich auch in der Zuschauerzahl. 1,31 Mio. sahen das 1:1 zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München. Erst zweimal seit dem Start der Sky-Quotenmessung sahen noch mehr Leute ein einzelnes Bundesliga-Spiel - beide Matches fanden in der Saison 2011/12 statt, eins davon auch auf dem Topspiel-Sendeplatz am Samstagabend.

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1,33 Mio. sahen am 20. Spieltag der Saison 2011/12 das Spiel zwischen dem Hamburger SV und Bayern München, sogar 1,40 Mio. zehn Spieltage später das Meisterschafts-entscheidende Aufeinandertreffen von Borussia Dortmund und Bayern München, das damals an einem Mittwochabend stattfand und seitdem den Sky-Rekord für Bundesliga-Spiele hält. Die nun erreichten 1,31 Mio. sind aber nicht weit von diesen Werten entfernt und sind immerhin ein neuer Saisonrekord, bzw. sogar ein neuer Anderthalbjahres-Rekord.

Der 8. Spieltag der Saison begann aber schon am Freitag – und zwar mit dem Spiel zwischen Hannover und Hertha. 450.000 sahen es – ein solider Wert. Die Mio.-Marke wurde dann am Samstag geknackt – und zwar gleich zweimal. Zunächst nämlich um 15.30 Uhr mit der Konferenz und den fünf Einzelspielen. 1,33 Mio. Fans waren dabei – Kneipenseher und Sky-Go-Nutzer wie immer nicht mitgezählt. 740.000 der 1,33 Mio. entschieden sich dabei für die Konferenz, erneut also wieder die klare Mehrheit.

Unter den Einzelmatches war das Borussen-Duell zwischen Mönchengladbach und Dortmund mit 270.000 Zuschauern die Nummer 1, dahinter folgen Schalke-Augsburg mit 180.000, Stuttgart-Bremen mit 100.000, sowie Wolfsburg-Braunschweig und Mainz-Hoffenheim mit je 30.000. Um 18.30 Uhr erreichten Bayer Leverkusen und Bayern München dann die erwähnten 1,31 Mio. Fans. Leider hatte die Show "Samstag Live!" erneut gar nichts von dem starken Vorprogramm: Sie sahen ab 21 Uhr – gegen die starke Konkurrenz "Wetten, dass..?" und Klitschko nur ganze 10.000 Leute – ein Marktanteil von 0,0%.

Am Sonntag war das Interesse an den beiden abschließenden Matches schließlich fast gleich groß. 600.000 sahen ab 15.30 Uhr Nürnbergs Niederlage gegen den HSV, 610.000 danach das 1:1 zwischen Freiburg und Frankfurt. Insbesondere die Zahl des Nürnberg-HSV-Spiels ist ein toller Erfolg: Mehr Zuschauer gab es am Sonntag um 15.30 Uhr zum letzten Mal im April. Um 19.30 Uhr sahen dann noch 120.000 Interessierte "Sky90".

In der von MEEDIA errechneten Bundesliga-Tabelle nach Sky-Zuschauerzahlen hat Bayern München dank des Saison-Rekords die Führung übernommen. Mit 610.000 Zuschauern pro Spiel führt der Club nun vor Dortmund und Braunschweig, das weiterhin davon profitiert, dass es bisher nur zweimal am Samstagnachmittag gegen andere Spiele antreten musste. Auch Bayer Leverkusen macht Plätze gut, kletterte von 15 auf 12. Ebenfalls zulegen konnten Frankfurt und der HSV. Am Ende der Tabelle finden sich nun Hoffenheim, Mainz und Wolfsburg.

In der bereingten Tabelle, in der wir aus Fairness-Gründen nur die 15.30-Uhr-Spiele werten, also die mit direkter Konkurrenz, wirkt sich das Samstagabend-Rekordspiel logischerweise nicht aus. Hier führte der FC Bayern aber ohnehin schon – nun ebenfalls vor Dortmund, das Frankfurt überholte. Den größten Sprung machten Borussia Mönchengladbach (von 9 auf 4) und der VfB Stuttgart (von 17 auf 11). Am Tabellenende sind nun Hertha, Freiburg und Leverkusen.

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