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TV-Monat: ProSieben rückt RTL auf die Pelle

So nah wie nie zuvor ist ProSieben im September dem Marktführer im jungen Publikum RTL gerückt. Mit 13,2% zu 12,0% beträgt der Vorsprung der Kölner nur noch 1,2 Marktanteilspunkte - eine Wachablösung an der Spitze der TV-Charts rückt immer näher in den Bereich des Möglichen. Für RTL sind die 13,2% erneut der zweitschwächste Monatswert der vergangenen 20 Jahre, ProSieben hingegen konnte sich stark verbessern. Im Gesamtpublikum baute das ZDF seinen Vorsprung aus, neue Rekorde gab es für zdf_neo.

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Der September im Gesamtpublikum:

Um 0,3 Zähler verbesserte sich das ZDF im September gegenüber dem Vormonat, die 12,8% sind für den Sender der beste Monats-Marktanteil seit Mai. Da Das Erste auf dem Vormonatsniveau verharrte, bauten die Mainzer ihren Vorsprung also aus. RTL konnte sich zwar ebenfalls verbessern, bleibt aber mit klarem Rückstand auf Platz 3. Ohnehin ging es für die großen Sender tendenziell nach oben. Die vielen Neustarts, die im September ins Programm genommen werden, machen es den kleineren Sender schwer. So gewannen Sat.1 und Vox ebenfalls 0,3 Punkte hinzu, ProSieben sogar 0,5.

Die Verlierer folgen ab Rang 7: Für RTL II und kabel eins ging es um je 0,4 Marktanteilspunkte bergab, für das NDR Fernsehen und das mdr Fernsehen um je 0,1. Einen Tick weiter hinten sprang zdf_neo auf einen neuen Rekordwert: Erstmals seit Senderstart erreichte man 1,1%, belegt damit inzwischen Platz 18 der Sender-Charts.

Ein Mitgrund für den erfolgreichen ZDF-Monat war auch der Fußball: Das WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich war mit 10,47 Mio. Zuschauern das meistgesehene TV-Programm des Monats, der Champions-League-Auftakt Neapel-Dortmund belegt Platz 7. Die meisten Programme konnte aber Das Erste in der Top 20 unterbringen: Ein weiteres WM-Qualifikationsspiel – Färöer – Deutschland – findet sich mit 10,25 Mio. Sehern auf Platz 2, auch die ARD-Übertragung des "TV-Duells" zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück knackte mit 10,13 Mio. Neugierigen die 10-Mio.-Marke. Programme von Privatsendern schafften nur einmal den Sprung in das Ranking: RTLs "Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle" belegt mit 6,89 Mio. Rang 18.

Der September bei den 14- bis 49-Jährigen:

Im jungen Publikum verringerte sich der Abstand zwischen RTL und ProSieben unterdessen um fast einen Prozentpunkt: RTL büßte 0,1 Zähler ein, ProSieben gewann deutliche 0,8 hinzu. Für RTL wird die Luft als Marktführer also erneut enger. Auch für Sat.1, Vox und Das Erste ging es deutlich nach oben – um 0,3 bis 0,7 Prozentpunkte. RTL II hingegen ist mit einem Minus von 0,7 der große Verlierer des Monats. Allerdings hatte der Sender im August mit 7,4% auch den besten Marktanteil seit Jahren erreicht.

Auch für kabel eins ging es nach unten, das ZDF und Tele 5 verbesserte sich innerhalb der Top 15 hingegen um jeweils 0,1 Punkte. ZDF-Ableger zdf_neo stellte auch hier einen neuen Alltime-Rekord auf: Mit 1,0% erreicht der Sender erstmals eine 1 vor dem Komma und verbessert den alten Rekord gleich um 0,2 Zähler. Der erste Monats-Marktanteil des neuen Senders ProSieben Maxx liegt im Übrigen bei 0,4% – ein guter Start.

Deutlich bunter sehen die Sendungs-Charts der 14- bis 49-Jährigen aus. Während in den Gesamt-Charts 19 der 20 Plätze an Das Erste und das ZDF gingen, finden sich hier mit dem Ersten, dem ZDF, RTL, Sat.1 und ProSieben gleich fünf Sender. Die meisten Platzierungen gehen aber auch hier an die ARD (9), das ZDF belegt drei Plätze, RTL ebenfalls, ProSieben schaffte viermal den Sprung und Sat.1 einmal.

An der Spitze finden sich auch hier die beiden WM-Qualifikationsspiele, allerdings sahen das Färöer-Match mehr 14- bis 49-Jährige als das Österreich-Spiel. Ein Grund sicher: Das Spiel gegen Österreich fand an einem Freitagabend statt – an einem Abend also, an dem viele junge Menschen nicht vor dem Fernseher sitzen. Auch im jungen Publikum belegt "Das TV-Duell" Platz 3. Stärkstes Programm der Privatsender ist hier der ProSieben-Film "Planet der Affen: Prevolution", RTL schaffte mit "Hangover 2" den Sprung in die Top 10, mit dem Auftakt der "Supertalent"-Staffel nicht ganz.

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