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Bild schickt Leserreporter auf Promi-Jagd

Die Bild hat für sein Leserreporter-Programm 1414 eine App entwickelt: Neben einem Fotoupload und anderen erwartbaren Features bietet die Applikation allerdings auch eine Neuentwicklung, die sich zu einem mächtigen aber auch höchst umstrittenen Tool entwickeln könnte. Unter dem Schlagwort "Missionen" macht die Boulevard-Redaktion alle Nutzer zu Auftrags-Reportern. Die Bild vergibt jetzt exakte Direktiven, was (beispielsweise ein Stadion) oder wen (beispielsweise einen Promi) die Hobby-Fotografen gezielt abschießen sollen.

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Die Missionen können deutschlandweite Aufgaben sein oder sich auch nur auf bestimmte Städte oder Regionen beziehen. In besonders wichtigen oder dringenden Fällen will die Redaktion alle Mitglieder der 1414-Community, die sich innerhalb eines bestimmten Gebietes aufhalten, via Push-Meldung alarmieren.

Höchst spielerisch sind die Missionen als Wettbewerb verpackt. Für die Gewinner gibt es entweder einen Pokal oder ein Preisgeld. Die erste Mission lautet zum Start: "Bild sucht dein schönstes Handy-Foto." Das klingt harmlos. Die Redaktion könnte die Leser aber auch gezielt in einer bestimmte Gegend auf einen Star oder einen Ort oder beispielsweise Tatort ansetzen und um Bilder und Schnappschüsse davon bitten.

"Die Leser-Reporter sind eine Erfolgsgeschichte, die wir jetzt konsequent digitalisieren. Mit der App können Leser die Redaktion ständig erreichen – und wir auch die Leser. Ein sehr wichtiger Austausch, der Bild und ihre Leser noch enger verbindet", kommentiert Bild-Chef Kai Diekmann.

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Neben den Missionen bietet die neue App auch noch einen Foto-Stream, thematische Sammlungen der User-Fotos und Bewertungsmöglichkeiten für Nutzer untereinander. Ab jetzt sollen die beliebtesten Fotos laufend in einem 1414-Stream auf Bild.de einlaufen. Wichtig dabei: Alle Rechte an den hochgeladenen Fotos liegen beim User. Wenn Bild ein Foto für die redaktionelle Berichterstattung verwendet, erhalten die Leser, wie auch bisher, immer ein Honorar.

Bislang war 1414 eine echte Erfolgsgeschichte. Seit dem Start 2006 wurden mehr als eine Million Bilder eingereicht. Gedruckt oder online abgebildet wurden bisher über 20.000 Fotos. Die erstaunlichste Zahl: Insgesamt zahlte der Verlag mehr als drei Millionen Euro Honorar an die Leser-Reporter.

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