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„Tatort“ Berlin: Raacke schmeißt hin

Schluss mit den Kommissaren Ritter und Stark: Nachdem der rbb Mitte September mitgeteilt hatte, ein neues Ermittler-Team für die Krimireihe zu entwickeln und sich von den Kommissaren Ritter und Stark verabschiede, hat Ritter-Darsteller Dominic Raacke nun offenbar keine Lust mehr. Raacke habe dem Sender mitgeteilt, dass er "ab sofort nicht mehr für die Rolle als Kommissar Till Ritter zur Verfügung" stehe. Damit wird es den geplanten Abschieds-"Tatort" des Duos in der Form nicht mehr geben.

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Der rbb bedauert Raackes Entschluss, es sei aber "seine freie Entscheidung, die wir respektieren", so der Sender am Freitag. Zuvor hatte der Sender entschieden, ab 2015 ein neues "Tatort"-Ermittler-Team auf Sendung zu schicken und sich von Ritter und Stark zu verabschieden. Am 16. September hieß es dazu vom rbb noch, man habe das "nach dem jüngsten Dreh mit ihnen [Raacke und Boris Aljinovic] besprochen und verabredet". Eine Formulierung, die Interpretationsfreiräume offen ließ.

In der selben Mitteilung hieß es weiter, dass 2014 noch zwei Ritter-und-Stark-Fälle geplant seien, einer davon würde noch gedreht. Dazu wird es nach Dominic Raackes Entschluss nun nicht mehr kommen. Stattdessen soll die Redaktion des rbb erarbeiten, "wie ein letzter Tatort aus Berlin ohne Ritter, aber mit Boris Aljinovic als Kommissar Felix Stark aussehen kann", so Heiner Heller, Leiter des für den Tatort zuständigen Programmbereichs "Neue Zeiten" beim rbb.

Raacke selbst gibt sich in einem Interview mit der Berliner Morgenpost auch befreit: "Und da ist natürlich auch so eine unterschwellige Angst, wenn man so etwas hergibt, wo man weiß, dass sich andere die Finger danach lecken. Wahrscheinlich stehen die Kollegen jetzt längst Schlange. Ich habe mich also schlicht nicht dazu aufraffen können, Schluss zu machen. Deshalb war ich wirklich froh, als mir die Entscheidung jetzt von außen abgenommen wurde." Die Abschiedsfolge wolle er nicht mehr drehen, denn: "Klar, der Sender hätte jetzt am liebsten noch zwei Folgen mit uns gedreht, mit der großen Gala zum Schluss. Aber das will ich nicht, das ist keine Option mehr für mich. Ich war so sehr dieser Kommissar, mit Haut und Haar. Ich habe für den gekämpft, das war auch nicht immer leicht. Aber das war immer hundert Prozent. Da will ich mich jetzt nicht auf Raten zurückziehen. Wenn Schluss sein soll, dann richtig. Das wäre doch sonst, wie wenn einen die Freundin verlässt und gleichzeitig meint, ach komm lass uns noch ein Jahr zusammen wohnen, weil die Miete so billig ist."

An den Zukunftsplänen für den Berliner "Tatort" halte man aber fest: Im Frühjahr läuft der nun letzte gemeinsame Fall von Ritter und Stark, später im Jahr 2014 Boris Aljinovics Abschluss und ab 2015 ermittelt ein neues Team.

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