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15 Jahre Google: Mission Weltveränderung

Google wird heute bereits 15 Jahre alt. Das ewige Start-up ist vor unseren Augen erwachsen geworden und greift nun als Halbstarker nach dem absoluten Gipfel: Der bereits drittwertvollste Konzern der Welt hat das Zeug dazu, die globale Nummer eins zu werden. Die oft belächelte Verspieltheit, in jede Richtung zu forschen, zahlt sich nun aus. Google Glass, das selbstfahrende Auto und Calico stehen für die großen Projekte der Zukunft. In der Gegenwart bleibt Google weiter vom Suchgeschäft abhängig.

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Google wird heute bereits 15 Jahre alt. Das ewige Start-up ist vor unseren Augen erwachsen geworden und greift nun als Halbstarker nach dem absoluten Gipfel: Der bereits drittwertvollste Konzern der Welt hat das Zeug dazu, die globale Nummer eins zu werden. Die oft belächelte Verspieltheit, in jede Richtung zu forschen, zahlt sich nun aus. Google Glass, das selbstfahrende Auto und Calico stehen für die großen Projekte der Zukunft. In der Gegenwart bleibt Google weiter vom Suchgeschäft abhängig.
Es gibt diesen Moment, als Larry Page im Wired-Interview Anfang des Jahres die Kräfteverhältnisse im Silicon Valley neu ordnete. "Wie gut läuft das für sie?" fragte den Google-CEO das Branchenblatt und meinte damit den "thermonuklearen Krieg", von dem Steve Jobs einst gesprochen hatte, weil Android ein gestohlenes Produkt sei.

Fünf Jahre nach dem Produktstart dominiert Android den Markt für mobile Betriebssysteme wie einst Windows für stationäre. Es ist die Basis für die überwältigende Anzahl Smartphone-Nutzer rund um den Erdball – Android hat Apples iOS zu einem Nischenprodukt gemacht.   

Android – wichtigster Meilenstein der letzten fünf Jahre

Das ist die eigentliche Erfolgsgeschichte der vergangenen fünf Jahre, in denen sich der Interriese von der führenden Suchmaschine zum Mobilgiganten weiterentwickelte. Den Löwenanteil seiner beträchtlichen Gewinne von inzwischen routinemäßig 3 Milliarden Dollar pro Quartal verdient Google indes weiter durch das lukrative Geschäft mit der Internet-Werbung.

Wirklich monetarisieren konnte Google Android bislang nicht – doch das mobile Betriebssystem bleibt das trojanische Pferd, mit dem sich der Web-Gigant die Kontrolle über das Smartphone sichert.  

Kampf um die nahe Zukunft: Google Glass vs. iWatch

Die Schlacht um die Zukunft wird unterdessen direkt am Körper geschlagen: Google Glass ist der vieldiskutierte große Versuch, eine neue Generation von Gadgets zu etablieren – die ‚Wearables‘. Ob die Internetsuchmaschine dem Erzrivalen Apple dabei zuvorkommt, dürfte die Vorherrschaft in der Technologiebranche in den kommenden Jahren maßgeblich bestimmen – es ist nicht weniger als ein Duell von Google Glass gegen die iWatch.

Obwohl Google weiter nicht mal die Hälfte soviel verdient wie Apple, ist der Internetriese an der Börse inzwischen erstaunlich nah an Apple herangerückt. Knapp 300 Milliarden Börsenwert bei Google stehen den nur noch knapp 450 Milliarden Dollar von Apple gegenüber. Setzt sich Glass durch, während die iWatch floppt, könnte sich die Wachablösung zwischen Cupertino und Mountain View schneller vollziehen als es noch vor einem Jahr für möglich gehalten wurde.

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Selbstfahrendes Auto, Internet für alle, Lebensverlängerung dank Calico – Google hat viel vor

Vor allem auf lange Sicht jedoch scheint Google die Welt so nachhaltig verändern zu wollen wie kein anderer Konzern. Das selbstfahrende Auto, allumfassende Internetversorgung für alle durch Ballons in 20 km Höhe und nun das ambitionierteste aller Projekte: Calico, ein Start-up, das das Leben verlängern soll.

Man kann sagen, Google macht es nicht unter Superlativen. "Ich möchte, dass wir weitere Dinge entwickeln – nicht nur verbessern, was es schon gab, sondern etwas ganz Neues schaffen", erklärte Larry Page der Wired zu Jahresbeginn. "Es gibt so viele Möglichkeiten, unser Leben durch Technologie besser zu machen, wir erreichen davon gerade mal 0,1 Prozent", findet Page.

Wie sieht das Google des Jahres 2028 aus?

Keine Frage: 15 Jahre nach seiner Gründung  ist Google kraftstrotzender und mächtiger als je zuvor. Im Gegensatz zum Rivalen Apple, der zwei Jahre nach dem Tod von Steve Jobs offenkundig in einer Identitätskrise steckt, spornen sich die Gründer Larry Page und Sergey Brin zu immer neuen Höchstleistungen an.

40 Jahre sind die beiden Gründer alt – das ist in etwa das Alter, das Steve Jobs erreicht hatte, als er 1997 zu Apple zurückkehrte und in den kommenden 14 Jahren aus einem Pleitekandidaten den wertvollsten Konzern der Welt formte. Nicht auszudenken, wie Googles 30-jähriges Jubiläum ausfällt, wenn Page und Brin bis 2028 an Bord bleiben.

"Auf Sicht der nächsten 10 bis 20 Jahren ist Google mit weitem Abstand am besten in der Unterhaltungselektronikwelt positioniert", schrieb Gene Munster im Frühjahr. Gene Munster? Der Analyst von Piper Jaffray galt einst als größter Befürworter von Apple. Wie sich die Zeiten ändern.

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