Toten Hosen meckern über singende CDU

Am Wahlabend sang die versammelte CDU-Führung den Hit “An Tagen wie diesen” der Toten Hosen. Die gesanglich fragwürdige Performance von Angela Merkel und Co. rief nun die Kritik der früheren Punk-Kapelle hervor. Bei Facebook beschweren sich die Toten Hosen, dass hier ihre Musik “klar missbraucht” würde: “Die Gefahr, dass Menschen auf die Idee kommen können, dass es eine Verbindung zwischen der Band und den dort beworbenen Inhalten gibt, macht uns wütend.”

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Weiter schreiben die Musiker: “Uns persönlich kam die Darbietung eher wie ein Autounfall vor: Nicht schön, aber man schaut trotzdem hin…” Die Musiker um Sänger Campino empfinden es “als unanständig und unkorrekt, dass unsere Musik auf politischen Wahlkampfveranstaltungen läuft. Hier wird sie klar missbraucht und von Leuten vereinnahmt, die uns in keiner Weise nahe stehen.” Es wäre ein “Zeichen des Anstands” gewesen, die Band vorher zu fragen, ob sie ein Problem mit der Verwendung der Musik an diesem Abend hat.
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Aber natürlich hat die CDU nicht gefragt. Aus dem simplen Grund, weil sie nicht fragen muss. Und weil die Partei wohl ahnt, dass die Gruppe die Genehmigung niemals erteilt hätte. Das wissen auch die Toten Hosen: “Die Rechtslage ist leider so, dass wir dagegen nichts tun können.”

Statt beleidigt zu tun, sollten sich die Toten Hosen lieber fragen, wie es denn dazu kommen kann, dass CDU-Leute, die ihnen so wenig nahestehen, plötzlich ein Liedchen der früher mal unangepassten Band als passenden Soundtrack empfinden. Anders formuliert: Wenn man schunkelfähige Konsens-Schlager-Mucke wie “An Tagen wie diesen” daherkomponiert, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Hermann Gröhes dieser Welt anfangen, dazu zu tanzen.

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