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Fremantle und UFA wollen YouTube erobern

Das Berliner Unternehmen Divimove hat YouTube-Stars wie Catycake und Mr. Trashpack unter seinen Fittichen und kümmert sich als "Multi Channel Network" unter anderem um deren Vermarktung und technische Unterstützung. Nun steigt FremantleMedia, ein Tochterunternehmen der RTL Group, mit 26 Prozent bei Divimove ein. In Deutschland wollen Divimove und Fremantle/UFA u.a. bei der Produktion von neuen Online-Formaten zusammen arbeiten. Ziel: Führender Produzent von Inhalten für Plattformen werden.

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Bereits im Juni hatte die RTL Group eine Partnerschaft mit dem kanadischen Multi Channel Network (MCN) Broadband TV verkündet. Nun folgt quasi die deutsche/europäische Variante mit dem Einstieg bei Divimove. Die Berliner kooperieren nach eigenen Angaben mit mehr als 950 "Channel Content-Produzenten" – vulgo: YouTubern, die regelmäßig Filmchen zu allen möglichen Themen von Mode über Games bis zu Musik auf die Plattform stellen. Alle Filme zusammen erreichen monatlich derzeit ca. 150 Millionen Views. Divimove sorgt dafür, dass die YouTuber – andere Plattformen spielen eine eher untergeordnete Rolle – sich besser vermarkten können, d.h. besser wahrgenommen werden und auch die nötige Unterstützung auf technischer Seite erhalten.
"Diese Partnerschaft sorgt dafür, dass Divimove noch aktiver bei der Kreation neuer YouTube-Formate sein kann", sagt der Chef von Divimove, Brian Ruhe. So können die YouTuber in Deutschland beispielsweise die UFA Labs in Berlin und Köln nutzen. Die UFA ist der deutsche Arm von Fremantle. Warum die MCNs für Produzenten wie Fremantle/UFA so wichtig sind, liegt auf der Hand – auf YouTube entsteht eine völlig neue Inhaltewelt. Die Clips werden millionenfach angeschaut, weitergereicht und kommentiert und lassen sich entsprechend über Werbung refinanzieren. Die Stars der Plattform erreichen eine ganz eigene Form von "Berühmtheit", parallel zur klassischen TV-Welt.
"Multi-Channel Networks arbeiten im Prinzip wie klassische Broadcaster", sagt Jens-Uwe Bornemann, Digital- und Innovationsmanager bei der UFA und seit Juli auch Vice President Digital für Europa bei Fremantle Media. "Dazu gehört, dass sie Inhalte aggregieren. Wir helfen mit der Optimierung, mit der Cross-Promotion, mit dem Aufbau von Reichweite. Die Kombination von Network und Produzent ist extrem spannend."
Der Einstieg ermöglicht Fremantle/UFA den Zugang zu vielen Talenten und entsprechenden originären Bewegtbildinhalten. Gleichzeitig ist Fremantle selber YouTube-Produzent, mit mehr als 4,5 Milliarden Views im vergangenen Jahr. So soll nach dem Willen der Beteiligten eine "kreative Wechselwirkung" entstehen. Keith Hindle, Chef für Digital und Branded Entertainment bei Fremantle, will "der führende Entwickler, Produzent und Vertrieb von Inhalten für alle Internetplattformen" werden. 

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