Mainzer Rhein-Zeitung wird eingestellt

Gemeinhin gilt die Rhein-Zeitung aus Koblenz als ein modernes Vorzeige-Regionalblatt und als besonders innovationsfreundlich. Die Chefredaktion ist im Social Web sehr aktiv und lädt sogar Instagrammer zu einer Fotosession in das neue Druckhaus ein. Doch auch der größte Wille zur Modernität kann an den Realitäten der Medienwelt im Jahr 2013 nichts ändern. In diesem Fall bedeutet das, dass die Koblenzer ihre Lokaltochter Mainzer Rhein-Zeitung einstellen. Allen 16 Angestellten wird gekündigt.

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Das Ende der Zeitung verkündete Chefredakteur Christian Lindner via Twitter: "Wir müssen leider mitteilen: Die Mainzer Rhein-Zeitung wird zur Jahreswende eingestellt. Beliebt, aber nicht rentabel".
Die Einstellung ist allein deshalb schon schade, weil es den Zeitungmachern in der Landeshauptstadt in den vergangenen Jahren gelungen war, die Auflage zu steigern. Im zweiten Quartal 2013 kam der Titel auf einen Gesamtverkauf von 7.311 Exemplaren. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre bedeutet dies ein Plus von 4,55 Prozent. Verantwortlich für den Käuferanstieg war ein ähnlich hohes Plus bei den Abos.
Trotz dieser ermutigenden Zahlen soll es mit Blick auf die Perspektiven im Zeitungsmarkt nicht möglich gewesen sein die Ausgabe "in die Wirtschaftlichkeit zu führen", wie der Marketingleiter Oliver Moll gegenüber der dpa erklärte.
Der Mittelrhein-Verlag wolle sich künftig auf sein wirtschaftlich gesundes Kerngebiet mit 13 Lokalausgaben konzentrieren und neben dem Printgeschäft sein Digitalangebot wie auch die Entwicklung eines Redaktionssystems und von Apps ausbauen. Die Einstellung der Mainzer Rhein-Zeitung erfolgt zum Jahresende.

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