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Bild-Hamburg: Produktion zieht nach Berlin

Die Axel Springer AG wird die redaktionelle Produktion - wie beispielsweise die Layout-Abteilung - der Bild-Hamburg nach Berlin verlagern. Auch die technische Herstellung der Bundes- sowie der Hamburger Lokalausgabe der Bild-Zeitung soll nach Ostern 2014 komplett in der Hauptstadt entstehen. Von der Umsiedlung sind rund 80 Mitarbeiter betroffen. Der DJV spricht im "Hamburg Journal" des NDR von einer "Tarifflucht" – der Betriebsrat von "Plattmachen statt Blattmachen."

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Zudem plant Springer laut NDR, die Abteilungen Bildbearbeitung und die Anzeigenannahme in Hamburg Ende des Jahres zu schließen. Von der Verlagerung in die Hauptstadt wären rund 80 Mitarbeiter betroffen, die nach Berlin umziehen müssten. Sollte dies den Mitarbeitern nicht möglich sein, verspricht der Verlag "sozial verträgliche" Lösungen zu finden. Neue Mitarbeiter sollen dagegen über eine Tochterfirma angestellt werden. Der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbands in Hamburg, Stefan Endter, sprach am Donnerstag von rund zehn komplett gestrichenen Stellen im Zuge der Umsiedlung. Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner hatte bereits angekündigt, das Unternehmen im Zuge der Digitalstrategie radikal umbauen zu wollen.
Auch bei einigen Titeln, die Springer an die Funke-Mediengruppe verkauft, stehen offenbar Umzüge bevor: In Folge des Verkaufs der Frauen- und Programmzeitschriften sollen laut NDR "Bild der Frau" oder "Hörzu" 2014 nach München umsiedeln und in einer neuen Zentralredaktion mit ähnlichen Titeln der Mediengruppe produziert werden. Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht getroffen. Am Standort München produziert Funke bereits Titel wie die Programmzeitschrift Gong oder die aktuelle. Ein Funke -Sprecher kommentiert den NDR-Bericht folgendermaßen: "Bereits im Vorvertrag mit Axel Springer wurde vereinbart, dass wir ein Jahr in den bestehenden Räumlichkeiten bleiben können. Von dieser Möglichkeit machen wir gerne Gebrauch. Das heißt in der Konsequenz: Bis zum 1.1.2014 passiert nichts. Entscheidungen zu den Standorten und zu Strukturen werden voraussichtlich erst im Frühjahr 2014 fallen." "

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