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Mobile-Werbung hinkt Nutzung hinterher

Es sieht auf den ersten Blick wie ein großartiges Wachstum aus: Um 76% soll die Mobile-Display-Werbung im Jahr 2013 in Deutschland wachsen. Doch die Summe, die dabei heraus kommt, ist alles andere als großartig: Nur 105,1 Mio. Euro werden demnach brutto umgesetzt. Angesichts des großen Nutzer-Wachstums auf Smartphones und Tablets keine schöne Zahl. Deutlich eindrucksvoller sieht die Prognose des OVK für die Online-Werbung aus: 7,2 Mrd. Euro fließen 2013 demnach in Online-Reklame - 23,5% des Gesamtmarkts.

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Natürlich sind die 75,6%, die der OVK-Online-Report des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) dem mobilen Werbemarkt im Jahr 2013 voraussagt, kein dramatischer Wert. Doch ausgehend von einem schwachen Niveau von 61,8 Mio. Euro im Jahr 2012 ist es eben viel zu wenig um dem Trend bei den Nutzerzahlen standzuhalten. 105,1 Mio. Euro würden die Vermarkter im Jahr 2013 mit mobiler Display-Werbung umsetzen. Im Vergleich zu den 4,2 Mrd. Euro, die mit klassischer Online-Reklame umgesetzt werden soll, ein verschwindend geringer Anteil.

Problematisch ist das deswegen, weil der Nutzertrend in vielen Branchen längst massiv in Richtung Mobile geht. So ist durch die neue IVW-Ausweisung der Mobile-Zahlen klar geworden, dass es sogar erste Anbieter gibt, die auf Smartphones mehr Traffic erreichen als im herkömmlichen Internet: Der kicker gehört dazu, TV Spielfilm oder auch Finanzen100. Wenn nun aber die Werbeumsätze mit mobilen Anzeigen derzeit noch so schwach aussehen, entstehen für die Anbieter neue Probleme: Die Nutzer sind immer mobiler, die Werbeumsätze halten nicht mit. Und auf den herkömmlichen Websites wird gleichzeitig weniger Geld verdient, weil womöglich weniger Nutzer da sind.

Um so positiver sind die Zahlen, die der OVK-Online-Report der herkömmlichen Online-Werbung prognostiziert. So würde der Markt im Jahr 2013 um 12% auf 7,2 Mrd. Euro wachsen. Davon entfallen 4,2 Mrd. auf die klassische Display-Werbung, 2,6 Mrd. auf Suchmaschinenmarketing und 0,4 Mrd. auf Affiliate-Netzwerke. Damit würden 23,5% der deutschen Brutto-Werbeumsätze auf das Internet entfallen, 2012 waren es noch 21,8%. Nur das Medium Fernsehen läge mit 38,8% noch klar davor. Der Vorsprung auf Anzeigen in Zeitungen (14,7%) und Publikumszeitschriften (11,5%) würde hingegen weiter wachsen.

Der Anteil der Mobile-Werbung am Gesamtkuchen läge hingegen mit 0,3% noch weit unter 1%. Ein Problem, das die Inhalte-Anbieter und deren Vermarkter so schnell wie möglich lösen müssen.

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