Zeitschriften-Werbemarkt im August im Plus

Leichtes Durchatmen in der Publikumszeitschriftenbranche: Im August setzten die von Nielsen erfassten Magazine brutto 2,4% mehr Geld mit Werbung um als ein Jahr zuvor. Vor allem Titel wie die Brigitte, Bild der Frau, Bild am Sonntag, aber auch der kicker und auto motor und sport legten im August kräftig zu. Im Gesamtjahr 2013 bleibt der Markt aber trotz der positiven August-Zeichen mit 2,2% im Minus. An der Spitze bleibt dabei das Quartett stern, Spiegel, Bild am Sonntag und Focus.

Anzeige

77,93 Mio. Euro setzte der stern brutto in den Monaten Januar bis August mit Anzeigen um – dank Relaunch-Effekt 520.000 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Die drei Titel dahinter liegen hingegen im Minus: Der Spiegel mit 5,1%, die Bild am Sonntag und der Focus sogar mit 17,1% und 10,5%. Von hinten rückt dank erneuter Zuwächse die Brigitte immer näher, könnte den Focus bald ein- und überholen.

Dass der August für die Branche positiv verlief, zeigt sich auch im Gesamt-Ranking des Jahres. So lagen vor zwei Monaten noch mehr ais die Hälfte der Top-25-Titel unter den Vorjahreszahlen, nun sind es nur noch 10. Sprich: 15 der 25 werbeumsatzstärksten Magazine des Landes liegen über Vorjahr. Immerhin. Am deutlichsten gewonnen haben dabei neben der Brigitte die Bunte, InStyle und TV Digital. Im Monat August sind es neben der Brigitte auch die Bild der Frau und die Bild am Sonntag, die damit ihr Gesamtjahres-Minus ein bisschen verkleinern konnte. Ebenfalls im August deutlich im Plus: der Montags-kicker und die auto motor und sport.

Der Montags-kicker führt auch die Gewinnerliste auf den Rängen 26 bis 50 an. Durch das August-Plus von sagenhaften 55,8% steigerte sich der Zuwachs im Gesamtjahr auf 21,5%. Mehr als 10% legten zudem InTouch, Petra und die Bravo zu, der die Auflagenverluste im Brutto-Anzeigenmarkt offenbar nicht schaden. Die größten Verlierer heißen auf den Rängen 26 bis 50 Computer Bild, Apotheken Umschau, Superillu und prisma West – insgesamt überwiegen aber auch hier die Gewinner – mit einem Verhältnis von 13 zu 12.

Das Gewinner-Ranking führt inzwischen die Brigitte an, die sich gegenüber 2012 um 3,39 Mio. Euro steigerte. Dahinter folgen mit Bunte und Gala zwei weitere Titel mit hauptsächlich weiblicher Leserschaft, zudem belegen Jolie und InStyle die Ränge 5 und 6. Der Montags-kicker durchbricht diese Dominanz der Frauen-Titel auf Platz 4.

Der größte Verlierer bleibt absolut gerechnet die Bild am Sonntag mit großem Abstand zum Focus und Spiegel. Dramatisch sieht vor allem aber das 55,3%-Minus von Börse Online aus, das nach dem Verkauf des Titels durch Gruner + Jahr zustande kam.

bei den Neulingen bleibt im Vergleich zu den vorigen Monaten alles beim Alten: Cover führt knapp vor Closer, Loox, Meins und myway:

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige