Sky: Leverkusen-Wolfsburg ohne Zuschauer

Es ist das unbeliebteste Spiel der Fußball-Bundesliga - auch in der neuen Saison 2013/14. Das Aufeinandertreffen der beiden Werksclubs aus Leverkusen und Wolfsburg interessierte bei Sky am Samstag erneut weniger als 5.000 Zuschauer, also offiziell 0,00 Mio. Nur eins der fünf Leverkusen-Wolfsburg-Matches seit dem Start der Sky-Quotenmessung 2011 blieb über dieser vernichtenden Marke - weil es am Sonntagnachmittag ohne Konkurrenz lief. Tabellenführer in den beiden Quoten-Tabellen bleiben Dortmund und München.

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Die Bilanz liest sich verheerend: Am 1. Oktober 2011, am 10. März 2012, am 6. April 2013 und am 14. September 2013 – vier Spiele zwischen Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg – und viermal sahen bei Sky weniger als 5.000 Fans zu, also 0,00 Mio. Einzig das Spiel am 11. November 2012 kam auf 470.000, weil es ohne direkte Bundesliga-Konkurrenz am Sonntagnachmittag lief. Wann immer Leverkusen und Wolfsburg allerdings gegen andere Bundesligaspiele antreten müssen, schauen die Fans lieber dort zu als bei den beiden Werksclubs. Kein anderes Spiel erreicht so zuverlässig Katastrophenquoten.

Der 5. Spieltag der neuen Saison begann aber schon am Freitag – mit dem Spiel zwischen Hertha BSC und Stuttgart. 420.000 sahen es bei Sky – Kneipenbesucher und Sky-Go-Zuschauer wie immer nicht mitgerechnet – ein solider Freitagswert ohne Glanz. Am Samstagnachmittag knackte der Pay-TV-Betreiber hingegen wieder die Mio.-Marke – zum siebten Mal in Folge am Samstagnachmittag. 1,24 Mio. Fans sahen die Konferenz oder eins der fünf Einzelpartien – ein grandioser Marktanteil von 10,1%.

Am beliebtesten war dabei wieder die Konferenz, die 780.000 der 1,24 Mio. einschalteten. Doch auch drei Einzelmatches erreichten gute Zahlen: Den Bayern-Sieg gegen Hannover sahen 210.000 Fans, Mainz und Schalke kamen auf 160.000, Bremen und Frankfurt auf 90.000 Zuschauer. Abgeschlagen dahinter: Augsburg-Freiburg mit 10.000 und Leverkusen-Wolfsburg mit den erwähnten 0,00 Mio. Das Abendspiel zwischen Dortmund und dem HSV verpasste die Mio.-Marke nur knapp: 970.000 sahen es und festigten den Ruf der beiden Clubs als Zuschauermagneten.

Sehr unschön ist hingegen wieder das Ergebnis der renovierten und seit dieser Saison endlich sehenswerten Show "Samstag Live!": Wieder sahen nur 20.000 zu, seit vier Wochen waren es nun immer nur zwischen 10.000 und 20.000 Neugierige. Auch für Sky, bei denen es nicht in erster Linie auf Quote ankommt, sind solche Zahlen auf Dauer wohl zu wenig. Schließlich der Sonntag: Dort sahen 490.000 das Match zwischen Hoffenheim und Mönchengladbach, 590.000 das zwischen Braunschweig und Nürnberg, 130.000 schließlich ab 19.30 Uhr "Sky90".

In der von MEEDIA errechneten Zuschauer-Tabelle auf Basis der Sky-Durchschnittsquoten führt auch nach dem 5. Spieltag Borussia Dortmund, das logischerweise von der Exklusiv-Anstoßzeit am Samstagabend profitierte. Dahinter folgt immer noch Eintracht Braunschweig, das wie die Dortmunder erst einmal am Samstag um 15.30 Uhr antreten musste und daher ebenfalls novh Vorteile hat. Der Hamburger SV, der VfB Stuttgart und Bayern München komplettieren die Top 5, am Ende der Tabelle finden sich weiterhin Mainz und Wolfsburg:

Interessanter als der Blick auf die Gesamt-Tabelle, die zu Beginn einer Saison durch die unterschiedlichen Anstoßzeiten noch etwas verfälscht aussieht, ist das Ranking, in dem wir nur die Spiele werten, die am Samstagnachmittag – also in direkter Konkurrenz zu anderen Spielen – stattfinden. Hier führt Bayern München bereits recht souverän vor Eintracht Frankfurt und Schalke 04. Die Frankfurter profitierten zwar davon, dass sie schon gegen die Bayern spielten, würden aber auch ohne diese Partie auf den vorderen Plätzen landen. Nach oben geklettert sind hier die Schalker, Plätze verloren hat der FC Augsburg. Ganz hinten hier: Stuttgart, Leverkusen und Freiburg.

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