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Mark Zuckerberg: „Bill Gates war mein Held“

Interviews fallen so viel leichter, wenn die eigene Aktien auf Allzeithochs notiert. Diesen Eindruck machte ein aufgeräumter Mark Zuckerberg auf der Disrupt-Konferenz von TechCrunch im Gespräch mit Michael Arrington. Der Facebook-Chef erklärte, warum er den Börsengang solange wie möglich hinauszögern wollte, was er aus daraus gelernt habe, welche Karriere-Tipps er hat – und warum Bill Gates Zuckerbergs großer Held ist.

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Interviews fallen so viel leichter, wenn die eigene Aktien auf Allzeithochs notiert. Diesen Eindruck machte ein aufgeräumter Mark Zuckerberg auf der Disrupt-Konferenz von TechCrunch im Gespräch mit Michael Arrington. Der Facebook-Chef erklärte, warum er den Börsengang solange wie möglich hinauszögern wollte, was er aus daraus gelernt habe, welche Karriere-Tipps er hat – und warum Bill Gates Zuckerbergs großer Held ist.

Was für einen Unterschied ein Jahr machen kann: Solange ist es tatsächlich schon wieder her, als sich Mark Zuckerberg auf der Bühne der von TechCrunch veranstalteten Disrupt-Konferenz den unangenehmen Fragen von Michael Arrington zum ersten Mal stellte – zu Allzeittiefs von Kursen unter 20 Dollar.

Die Facebook-Aktie hatte sich binnen weniger Monate mehr als halbiert. Es war eine fürchterliche Zeit für den Facebook-Gründer, der seinerzeit viel Prügel abbekam, aber beim bissigen TechCrunch-Gründer doch seinen Mann stand. Zuckerberg erteilte seinerzeit eine Absage ans so genannte Facebook-Phone und ließ doch durchblicken, dass die Zukunft im mobilen Internet liege.

Börsengang war "ein wertvoller Prozess"

Zwölf Monate später wissen wir, dass dieses Gespräch mit Michael Arrington der Wendepunkt in der bislang seltsamen Börsenhistorie von Facebook war. Die Aktie sollte danach nur noch steigen und notierte nun an diesem Septembernachmittag, als Zuckerberg und Arrington wieder aufeinandertrafen, auf dem exakt entgegengesetzten Niveau: bei 45 Dollar zu Höchstkursen.

Zuckerberg  kehrte zurück auf die Bühne als der Popstar, der er einmal war, nur als inzwischen geläuterter Popstar. Er habe sich durchaus Sorgen gemacht, durch den schwachen Aktienkurs gute Leute zu verlieren, bekannte Zuckerberg. "Aber es ist ein wertvoller Prozess. Er macht das Unternehmen viel stärker. Man lernt unglaublich viel über das Unternehmen. Es hat uns auf die nächste Ebene gebracht, wir führen Facebook jetzt viel besser", findet Zuckerberg.

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"Bill Gates war einer der größten Visionäre unserer Branche"

Gleichfalls bekannte der 29-Jährige, dass er das Social Network solange wie möglich von der Börse habe fern halten wolle, um die Kontrolle nicht abzugeben. "Das wäre aber gar nicht nötig gewesen", folgerte Zuckerberg im Nachhinein und erklärte, auch andere große Konzerne hätten diese Reifungsprozess durchlaufen.

Interessanterweise enthüllte Zuckerberg dabei, dass Microsoft-Gründer Bill Gates mehr als noch als Steve Jobs immer sein Held gewesen sei.  „Er war einer der größten Visionäre unserer Branche“, adelte Zuckerberg sein Vorbild. Ob das Microsoft-Investment in Facebook auch einen Anteil an dieser Einschätzung hat – man weiß es nicht.

Zuckerbergs Karriere-Tipps: Jedes Jahr eine Sache tun, die einem nicht liegt

Noch ein interessanten Einblick in das Privatleben des 29-jährigen CEOs bekamen die Zuhörer der TechCrunch-Konferenz: Er tue jedes Jahr immer etwas, was ihm eigentlich gar nicht liegt, bekannte Zuckerberg. Einen Schlips tragen. Mandarin lernen. Und nun jeden Tag eine neue Person außerhalb von Facebook kennen zu lernen. "Das ist leichter als gedacht", bekannte der als introveriert geltende Facebook-Chef.

Ungewöhnlich deutliche Worte hatte Zuckerberg unterdessen für die US-Regierung im Internet-Spionage-Skandal durch den Geheimdienst NSA übrig. Zuckerberg wird mit den Worten zitiert: "Das war echt übel." Er wolle als Facebook-Chef die Nutzer in ihrer Privatsphäre schützen.

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