Focus setzt auf Augmented-Reality

Seit vergangenem Freitag wertet Springer die gedruckte Welt und die Welt am Sonntag mit Augmented-Reality-Inhalten auf. Jetzt zieht Burda nach und startet für den Focus - und bald auch für Grip - ein ganz ähnliches Angebot. Zusätzlich zu den normalen Texten verweisen die Print-Hefte nun auf weiteren multimedialen Content, den die Leser mit Hilfe ihres Smartphones aufrufen können. Erste Erfahrungen sammelten die Münchner dabei bereits bei den Programmheften TV Spielfilm und TV Today.

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Die neuen Angebote starten beim Focus mit der Ausgabe vom 9. September. Das Motormagazin Grip soll dann ab den 13. September nachziehen.
Mithilfe der Smartphone-Anwendungen "Focus Active" bzw. "Grip Play App" erhalten die Leser Zusatzinformationen wie Videos und Bildergalerien zu Recherchen der Redaktionen. Außerdem können die Nutzer an Abstimmungen teilnehmen, mit der Redaktion in Kontakt treten oder sich ausgewählte Artikel vorlesen lassen. Die interaktiven Beiträge sind dabei mit einem Handy-Symbol gekennzeichnet und müssen zum Aktivieren mit der App gescannt werden.

Den Anzeigenkunden soll dagegen die Möglichkeit des "Crossmedialen Storytellings" geboten werden. Durch die Einführung der Augmented-Reality-Inhalte können diese ihre Werbebotschaften künftig mit Bewegtbild, interaktiven Zusatzelementen und Verlinkung multimedial zu inszenieren. 
"Wir möchten jeden möglichen Weg – und nun auch diesen – nutzen, um einen Dialog mit unseren Lesern zu führen", so Focus-Chefredakteur Jörg Quoos. "Zudem können wir die zusätzlich erstellten Hintergrundinformationen künftig auch den Nutzern unserer Tablet-Apps anbieten."
Natürlich sind Augmented-Reality-Inhalte ein nettes Extra und zeigen die Innovationsfreude der Chefredakteure. Grundsätzlich stellt sich allerdings die Frage nach dem nachhaltigen Sinn von multimedialen Inhalten in Tageszeitungen. Wenn die Leser sowieso ihr Smartphone in die Hand nehmen müssen, um die Seiten zu scannen, dann könnten sie die Text auch gleich ganz auf dem Display lesen. Die zusätzlichen Features ließen sich dann auch wesentlich unkomplizierter bedienen.

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