FAZ-Bericht: Verlagsgruppe Weltbild droht Pleite

Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung droht der katholischen Verlagsgruppe Weltbild die Pleite. Laut FAZ hätten die Geschäftsbanken dem Augsburger Verlagsunternehmen, das sich im Besitz der deutschen katholischen Bistümer befindet, ein Ultimatum gestellt.

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Die Verlagsgruppe Weltbild beschäftigt rund 6.800 Mitarbeiter, davon etwa 3.500 am Stammsitz in Augsburg. Der Umsatz 2012 lag bei knapp 1,6 Milliarden Euro. Die Bistümer sind mit der Verlagsgruppe nicht wirklich glücklich. Immer wieder machten Verkaufsgerüchte und Streitereien die Runde. Als bekannt wurde, dass der Verlag in seinem Onlineshop u.a. erotische Literatur verkauft (u.a. "Anwalts Hure", "Schlampen Internat") brachte Weltbild das sogar einen Rüffel vom damaligen Papst Benedikt XVI ein. Die entsprechenden Bücher wurde dann aus dem Shop entfernt, der Sadomaso-Bestseller "Shades of Grey" blieb dagegen im Programm. Entfernt wurde später auch schwule Literatur, was der Gruppe wiederum Kritik einbrachte
Angesichts des Dauerstreits unter den Gesellschaftern, also den Bistümern, hätten die Geschäftsbanken der Verlagsgruppe nun eine Frist von wenigen Wochen gesetzt, schreibt die FAZ.
Update: Die Verlagsgruppe Weltbild hat eine Stellungnahme zu dem FAZ-Bericht abgegeben: "Weltbild befindet sich im Umbau zu einem Online- und Digitalgeschäft. Dieser Umbau des Unternehmens führt zu einer vorübergehenden Verlustsituation. Die Verlustsituation entsteht durch den gezielten Rückbau von Altgeschäften im Bereich der Filialen und des Kataloges auf den für das Online- und Digitalgeschäft künftig noch sinnvollen Kern. Die hohen Anlaufinvestitionen in das Digitalgeschäft führen erst zeitversetzt zu entsprechenden Gewinnen. Die Parallelität von Rückbau einerseits und Neuaufbau andererseits stellt in seiner Dimension eine enorme Herausforderung und Anstrengung dar." Aus Sicht der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Weltbild sei der Fortbestand des Unternehmen in keiner Weise gefährdet.

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