Riebartsch neuer Chefredakteur der OTZ

Nach 22 Jahren an Spitze der Ostthüringer Zeitung ist Schluss. Zum Ende des Jahres hört Ullrich Erzigkeit auf. Seinen Job als Blattmacher der Funke-Zeitung übernimmt Jörg Riebartsch. Der Auftrag von Funke-Chef Christian Nienhaus an den neuen Chefredakteur ist eindeutig: Er soll den Fokus auf die lokale Berichterstattung legen „und die digitale Medienwelt in die Nachrichtenverbreitung einbinden“. Dazu zieht die Redaktion Anfang 2014 von Löbichau nach Gera.

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Wenn es nach dem Willen der Geschäftsführung der Zeitungsgruppe Thüringen geht, soll der 53-Jährige „die Stimme des Thüringer Ostens kräftigen und sowohl in Print als auch in Online die lokale Berichterstattung stärken“. Offenbar plant der neue Blattmacher die lokalen Elemente im originären OTZ-Verbreitungsgebiet jenseits der Region von Erfurt, Weimar und Jena zu vertiefen. „Aufgabe der Lokalzeitung ist auch, den Menschen durch den Alltag zu helfen“, erklärt Riebartsch. „Beim verheerenden Hochwasser im Juni hat die OTZ mit ihrer Ausgabe in Gera beispielhaft deutlich gemacht, wie der intelligente Einsatz von Social Media uns Nachrichtenleute näher und erfolgreicher an unsere lesende Kundschaft rückt. Diesen Weg wollen wir konsequent weiter gehen.“

Riebartsch zieht aus Darmstadt nach Gera. In Hessen war er seit 2005 Chefredakteur der Echo-Zeitungen. Angefangen hatte der 53-Jährige bei der Frankfurter Neuen Presse  und der Offenbacher Post.

Sein Vorgänger bei OTZ, Ullrich Erzigkeit, soll der Tageszeitung noch ein Jahr als Berater erhalten bleiben. Ihm dankte Nienhaus für dessen großes Engagement. Er hätte „als leidenschaftlicher Journalist immer den Kontakt zu den Menschen im Verbreitungsgebiet der OTZ gesucht, auf Sorgen und Nöte aufmerksam und sich für den Leser stark gemacht. Er hat von Anfang an die Ärmel hochgekrempelt und als Mann der Taten die OTZ zu dem gemacht, was sie heute ist: Eine Zeitung, die nah am Leser ist – informativ, unterhaltsam, topaktuell und unabhängig.“

Die Auflage der Ostthüringer Zeitung wird nicht gesondert ausgewiesen, sondern als Teil der Zeitungsgruppe Thüringen. Für sie nennt die IVW im zweiten Quartal 281.952 Exemplare. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 3,44 Prozent.

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