Das Gaga-PR-Posing der Miss IFA

Ausgerechnet auf der IFA ist die Zeit stehen geblieben: Während die Hersteller mit immer neuer Technik punkten wollen, berufen sich scheinbar ausgerechnet die Messe-Verantwortlichen auf traditionelle Werte - sehr traditionelle Werte. Jedes Jahr präsentiert die Miss IFA, das knallrote Messe-Maskottchen, ausgewählte Technik in typischen Hausfrauen-Werbeposen der Sechziger. Und auch in diesem Jahr soll die Presse-Zora wieder Lust auf Technik machen. Doch bei solch einen Retro-Gepose vergeht uns eher die Lust.

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Ist das ein Fusselrasierer fürs Gesicht? Miss IFA scheint’s zu gefallen
Der Hausfrauen-Klassiker: Richtig viel Spaß beim Fensterputzen!

Friteusen-Fitness: So bleibt die IFA-Miss scheinbar in Form

                         Heyyyy, heute ist Waschtag!

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                Bringt den Pagenkopf in Form: der Fön

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Typische Pokal-Gewinner-Pose: Hier gibt’s nur einen Wasserkocher zu gewinnen

                                       Kuckuck…

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Den Vollautomat geschultert: Das bringt jede Frau zum Schmunzeln

                               Awwww, ein Pixel!

"Schatz, den mag ich gar nicht mehr hergeben": Miss IFA liebt Staubsauger

Wer unter der Perücke steckt, verraten die IFA-Verantwortlichen nicht. 1999 ursprünglich als virtuelles Maskottchen gestartet, dient die Miss IFA seit 2003 als Botschafterin der Messe.
Da stellt sich die Frage: Welche Botschaft will die IFA mit diesen Posen in 60s-Hausfrauen-Manier vermitteln? Welche Zielgruppe bedienen Bilder, in denen Miss IFA verführerisch ihren Mund aufreißt, wenn ein Massage-Stab – Achtung, Phallusgefahr – sich ihrem Gesicht nähert? Wie schon die Jahre zuvor ist dieses Bild in der Werbung längst überholt.

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