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„Inka“: die Sendung mit der Kuh

Während sich die "Britts" und "Veras" aus der Fernsehlandschaft verabschiedet haben, versucht nun Landwirten-Amor-Inka Bause den Nachmittagstalk wieder zu beleben. Am Montag tauschte die 44-Jährige den Schweinestall gegen das ZDF-Studio ein, in dem sie fortan das neue Talk-Format "Inka" moderiert. Zu ihren ersten Gästen gehören unter anderem Starfriseur Udo Walz, Kabarettistin Gabi Decker und eine Kuh. Es kam eine Sendung heraus, bei der nicht die ungünstige Sendezeit um 15.05 Uhr das zentrale Problem ist.

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Die gute Nachricht: Bei diesem Nachmittagstalk geht es nicht um Vaterschaftstests, Familienstreitigkeiten oder schwangere Teenies. Die schlechte Nachricht: Spannender wird es dadurch leider auch nicht. Die sichtlich aufgeregte, aber stets charmante Inka Bause zappelte in ihrer ersten Sendung unruhig auf dem Sofa herum, auf dem Udo Walz, Gabi Decker und Ralf Möller Platz genommen hatten. Was dann passierte, war vorhersehbar: Inka fragte den Starfriseur, wie er denn die Haare von Rihanna oder Lady Gaga finde. Ralf Möller feierte sich selbst, als er zum xten-Mal erzählte, wie er den "Durchbruch" in Hollywood geschafft habe. Gähn.
Aber gut. Von einer Sendung, die um 15.05 Uhr läuft, darf man nicht Glanz und Glamour erwarten. Vermutlich schalten hier vor allem Rentner und Hausfrauen ein, die nach den Friede-Freude-Freundschafts-Storys von Gabi Decker und Udo Walz in den verspäteten Mittagsschlaf fallen.

So ganz aus ihrer Paraderolle als "Bauer sucht Frau"- Kupplerin scheint Inka Bause nicht schlüpfen zu können. Denn ein Höhepunkt der ersten Sendung war ein "Kuh-Model". Das Tier wurde im Laufe der Sendung vor dem Studio "frisiert". Immer wieder schaltete die Regie zu dem Kuh-Friseur, um den aktuellen Stand einzuholen. Die überraschende Erkenntnis am Ende: Eine frisierte Kuh sieht immer noch aus wie eine Kuh. 
Im Verlauf der Sendung werden neben den bereits genannten Gästen auch die Autorin Christiane Hagen (Macht´s Gut, ihr Trottel!) und der Rapper MC Rene auf dem Sofa begrüßt. Für ein 60-minütiges Format sind sechs Gäste plus Kuh aber einfach zu viel des Guten. So wirkten die Interviews ein wenig wie Fließbandarbeit – schnell abgefertigt und weiter im Programm. Dabei waren die Geschichten der Nicht-Promis wesentlich spannender als die von Walz, Decker und Möller.

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Rapper MC Rene erzählte beispielsweise, wie er seine Wohnung aufgab, um dank Bahncard 100 in den Zügen der Deutschen Bahn zu hausen. Eine außergewöhnliche Story, die ausnahmsweise noch nicht tausend Mal durchgekaut wurde. Eine Beschränkung auf einen (interessanten!) Prominenten und Leuten mit spannenden Storys hätten der Sendung sicherlich gut getan. 

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