ROG: Über 100 Journalisten in Syrien getötet

Im syrischen Bürgerkrieg sind inzwischen mehr als 100 Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet worden. Zu diesem Ergebnis kommt Reporter ohne Grenzen (ROG). Nach einer Auswertung der Übergriffe der vergangenen Monate wurden seit Beginn der Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad im März 2011 insgesamt 25 professionelle Journalisten und rund 70 Bürgerjournalisten getötet. Sechs von ihnen waren Ausländer.

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Syrien ist damit laut Einschätzung der ROG das derzeit gefährlichste Land der Welt für Journalisten und Medienaktivisten. Momentan werden außerdem 14 ausländische und mehr als 60 syrische Medienschaffende festgehalten oder gelten als vermisst. Unter ihnen auch der deutsche Journalist Armin Wertz, der Anfang Mai in Aleppo in Polizeihaft geriet.
"Freie, unabhängige Informationen sind ein Menschenrecht und gerade in einer Kriegssituation wie in Syrien von entscheidender Bedeutung für alle Beteiligten", erklärt ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. Mit größter Sorge beobachte ROG, dass bewaffnete Rebellen und vor allem militante Islamisten immer öfter Journalisten festnehmen oder entführen. Für die größte Zahl solcher Übergriffe sei in den vergangenen Monaten die Al-Qaida nahestehende Gruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS) verantwortlich gewesen. Eine wichtige Rolle spiele weiterhin die ebenfalls Al-Qaida-nahe Al-Nusra-Front.

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