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Fünf ungewöhnliche Online-Bewerbungen

Wie muss eine Bewerbungsmappe aussehen? Anschreiben, Foto, Lebenslauf und Arbeitsproben? Wie langweilig! Wer sich online ins Gespräch bringen und so die Aufmerksamkeit des Wunscharbeitgebers auf sich ziehen will, muss sich schon ein bisschen mehr anstrengen - oder einfach kreativ sein. Social Networks und andere Plattformen bieten die Möglichkeiten dazu. MEEDIA präsentiert fünf ungewöhnliche Online-Bewerbungen - vom Vine-Clip über die Google-Vita bis zur Ebay-Auktion.

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Vine: sechs Sekunden für die Karriere
Könnten Sie Ihre Vita in sechs Sekunden zusammenfassen? Nein? Das müssen Sie auch nicht. Und doch genügen die paar Wimpernschläge, um auf sich aufmerksam zu machen. “Journalist. Strategist. Manager. Deadline Jedi. Idea machine Dawn Siff.” Mit diesen Worten stellte sich die US-Reporterin beim Kurzvideodienst Vine vor. Zusätzlich nutzte sie Zubehör wie ein Jedi-Schwert, eine Uhr und eine Glühbirne, um ihre Qualitäten mit starken Bildern zu unterlegen. Die ungewöhnliche Werbung ging im Februar live, seit März ist sie als Projektmanagerin beim Economist für ein weltweites Digital-Team verantwortlich.
Google-Vita: Liugle mich!

Der Werbetexter Chris Liu bringt sich derweil mit einem anderen Kniff ins Gespräch. Er “fakte” kurzerhand eine Google-Suchseite. Auf Liugle.com hat er im Look einer Suchergebnisseite nicht nur Links zu seinen Social-Media-Accounts sowie einen Blog hinterlegt, sondern nutzt das für Chrome typische Ergebnisfeld auf der rechten Seite für weitere Informationen zu seiner Person. Nach eigenen Angaben sucht der 24-jährige Amerikaner nach “grüneren kreativen Weidegründen und einem neuen Karriereweg”. Vielleicht hilft das ungewöhnliche Online-Profil dabei.
Gefakte Amazon-Seite: “Nur noch ein Exemplar vorhanden. Jetzt bestellen!”

Die folgende Bewerbung nimmt die “Arbeitsware Mensch” wunderbar aufs Korn und ist doch an Genialität kaum zu überbieten. Der Pariser Produktmanager Philippe Dubost hat kurzerhand eine Amazon-Produktseite von sich erstellt, um auf sich aufmerksam zu machen. Weil er weltweit einsetzbar ist, heißt es auf der Webseite auch: “Wir versenden weltweit”. Darüber hinaus liefert der Franzose Infos zu seiner Person in den Produktbeschreibungen und informiert über seine bisherigen Karrierestationen in den sonst für Produktseiten typischen Rezensionen. Der Effekt: eine Million Unique Visitors innerhalb von acht Tagen, 33.000 Likes auf Facebook, Tausende Tweets und über 100 Job-Angebote. Das finden wir amaz-ing!
Auktion bei Ebay: 3, 2, 1…mein Job

Nicht ganz so ausgeklügelt, aber dennoch recht erfinderisch war das Online-Profil von Sonya Williams. Die Labortechnikerin aus dem US-Bundesstaat Michigan bot sich auf Ebay kurzerhand für einen Startpreis von 99 Cent an. Allerdings blieb wegen weniger Informationen und einem schwachen Bild der große Viral-Erfolg aus. Dennoch: Ihrer LinkedIn-Seite ist zu entnehmen, dass Williams derzeit für einen Hotelbetrieb arbeitet.
Kickstarter-Resümé: der richtige Karriere-Kick

Weitaus aufwändiger war da wohl die Webseite von Jannic Nielssen, der kurz nach seinem College-Abschluss das Projekt "Kick Jannic Into A Digital Career!​" gestartet hat. Dabei ahmte er nicht nur den Look der Crowdfundingplattform Kickstarter nach, sondern involvierte die “Crowd” gleichzeitig mit diversen Zählern, die etwa die Zahl der Besucher und Teilungen in den Social Networks wiedergaben. Auf der gelungenen Webseite machte er außerdem mit einem Werbeclip und allerlei Infos zu seiner Expertise im Onlinebereich aufmerksam. Sogar eine Pressemitteilung gab der Marketing-Fachmann heraus. Mit Erfolg: Kurz nach Ablauf der Aktion unterschrieb Nielssen einen Vertrag als Marketing Coordinator bei der Thrillist Media Group in New York.

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