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Franziska Augstein: Blome eine „Katastrophe“

Franziska Augstein, die Tochter von Spiegel-Gründer Rudolf Augstein, lehnt Nikolaus Blome als Mitglied der Chefredaktion des Nachrichtenmagazins ab. Die Entscheidung, an Blome festzuhalten, sei "eine Katastrophe", sagte sie laut einer Erklärung, die dpa vorliegt. Darin heißt es: "Anlässlich dieses Skandals erlaube ich mir, auf meinen Vater Rudolf Augstein zu verweisen: Er hätte diese Personalie niemals durchgehen lassen."

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Die Journalistin der Süddeutschen Zeitung verweist auf "gute Gründe": "Mit Herrn Blome wurde die NSA-Affäre in der Bild-Zeitung heruntergespielt. Mit Blome ist regierungsnaher Journalismus betrieben worden." Blome passe nicht in die Tradition des Spiegels. Gegenüber der taz hatte Frau Augstein Blome als "Fuchs im Hühnerstall" bezeichnet.

Gegenüber MEEDIA hatte Jakob Augstein, der Sprecher der Erbengemeinschaft Rudolf Augstein ist, Blome als "hervorragenden politischen Journalisten" gelobt. "Gute Leute bekommen immer Gegenwind", sagte er zur Kritik an dem Bild-Journalisten.  

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Die Spiegel-Erben, zu denen die Augstein-Kinder Jakob und Franziska gehören, halten seit 2004 nur noch 24 Prozent an dem Verlag. Sie haben damit kein Vetorecht gegen Personalentscheidungen mehr.

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