Syrische Hacker greifen New York Times an

Längst wird jeder Krieg auch im Netz geführt. Offenbar gehört es mittlerweile zur Grundausstattung jeder Armee oder jedes Geheimdienstes bei militärischen Auseinandersetzung via Hacker-Attacken auch Propaganda in eigener Sache zu machen. Jüngstes Opfer ist die New York Times. Die Website der wohl besten Zeitung der Welt, war am gestrigen Dienstag für mehrere Stunden offline. Verantwortlich für den Cyber-Angriff war angeblich die Syrian Electronic Army, die das Assad-Regime unterstützt.

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Die Hacker hatten es bei dem Zeitungsserver vor allem auf die Domainzuordnung abgesehen. Ihnen gelang es diese zu manipulieren. Dadurch wurden die Zugriffe über die Internetadresse nytimes.com blockiert.

Die Redaktion reagierte allerdings schnell und rief ihre Leser via Twitter und Facebook dazu auf, einen Umweg um die funktionierende IP-Adresse 170.149.168.130 zu nehmen. Nach ein paar Stunden, waren die Probleme behoben und alles lief wieder reibungslos.

Für die Syrian Electronic Army war dieser Angriff nicht die erste Medien-Attacke in den USA. In den vergangenen Monaten hatten sie es bereits auf die Web-Portale und Twitter-Konten der Washington Post, der Financial Times sowie der Agenturen AP und AFP abgesehen.

Sollte der Urheber der Cyber-Attacke tatsächlich die regimenahe Syrian Electronic Army sein, dürfte der Angriff nicht gerade hilfreich sein, die durch die USA drohenden Luftschläge zu verhindern. Andererseits zeigten die Syrer mit dem Angriff auch, dass sie die USA auf ihrem Staatsgebiet erreichen können – auch wenn es nur ein virtueller Treffer war.

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