Spiegel TV schließt Standort Berlin

Spiegel TV gibt zum Jahresende Berlin als Produktionsstandort auf. Das berichtet die Berliner Zeitung. Von einst 80 Mitarbeitern in der Hauptstadt sollen nur noch sechs übrigbleiben, die künftig zu den Kollegen von Spiegel Online ziehen sollen. Insgesamt sind von den aktuellen Kürzungen acht Mitarbeiter in Berlin betroffen. Ausschlaggebend war wohl die fehlende Perspektive, verstärkt von einem verlorenen Pitch für die DW-Sendung "Quadriga", die nun Cine plus produzieren soll.

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Grund für die Schließung zum 31.Dezember sei laut der Berliner Zeitung die fehlende wirtschaftliche Perspektive. Das Tochterunternehmen des Spiegels hielt in Bestzeiten mit XXP sogar einen eigenen Sender und entwickelte mehrere Formate für verschiedene Kanäle. Für Vox wurden sogar die gesamten Nachrichten produziert. Zuletzt wurde das Studio inklusive Green Box und Tonstudio im Berliner Spiegel-TV-Gebäude für die Phoenix-Sendung "Unter den Linden", den ZDF-Talk mit Peter Hahne sowie für Schaltgespräche der Produktionsfirma Fernsehwerft und einige Sendungen für einen türkischen Sender genutzt. Auf den Blick auf das Brandenburger Tor werden die Mitarbeiter also künftig verzichten müssen. 
Von der Schließung seien insgesamt acht Mitarbeiter betroffen. Wegen Kosten für die Restrukturierung von Spiegel TV würde die Produktionsfirma auch in diesem Jahr noch einmal rote Zahlen schreiben. Wie es in Zukunft weiter geht, hängt wohl auch vom Ausgang der Klagen, die Konkurrenzunternehmen gegen die Vergabe von Drittsendezeiten bei Sat.1 und RTL an dctp und Spiegel TV eingereicht haben. Dort laufen unverändert die Formate "Spiegel TV Reportage" sowie "Spiegel TV Magazin."

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