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Condé Nast arbeitet an Magazin „Shokunin“

Die Chefredakteure der deutschen Condé Nast-Titel arbeiten gemeinsam an einem Magazin. "Shokunin" lautet der Arbeitstitel nach MEEDIA-Informationen, was im Japanischen so viel wie "Handwerker mit Kunstverstand" bedeutet. Erstmals soll die Zeitschrift den Dezember-Ausgaben der Titel Glamour, Vogue, AD, GQ und Myself beiliegen – zusammen kommen diese auf eine Auflage von einer Million Exemplaren. Aber: Die Zielgruppen sind äußerst unterschiedlich.

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Die Idee zu "Shokunin" soll auf Anregung der fünf Chefredakteure des Hauses entstanden sein: Christiane Arp (Vogue), Andrea Ketterer (Glamour), Sabine Hofmann (Myself), José Redondo-Vega (GQ), Oliver Jahn (AD). Einen "primus inter pares" soll es nicht geben. "Wired" und dessen Chefredakteur Alexander von Streit sind demnach nicht mit im Boot, weil das Blatt bisher nur zweimal im Jahr erscheint.
Eine ähnlich gelagerte Initiative gab es 2007 bei Condé Nast Deutschland schon einmal: Da erschien "Condé Nast Atelier" bei Vogue, AD und der später wieder eingestellten Vanity Fair. Dieses Mal ist die Gesamtauflage deutlich höher, weil Glamour dabei ist, die allein auf über 400.000 verkaufte Exemplare kommt. Insgesamt ergibt sich eine Auflage von etwa einer Million Hefte.
Das wird die Werbewirtschaft freuen, einerseits. Die Reichweite ist hoch. Aber: Die Zielgruppen liegen auch sehr weit auseinander – zwischen Glamour und Vogue liegen Frauen-Welten, GQ passt ebenfalls nicht ganz ins Raster. Es kommt – auch – aufs redaktionelle Konzept an, das sehr integrativ sein muss (auch die Formate sind unterschiedlich), um die Leser der jeweiligen Titel anzusprechen. Einen Versuch ist es wert, wird sich auch Condé Nast Deutschlandchef Moritz von Laffert gedacht haben.

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