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Xing: Allzeithoch dank LinkedIn-Gerüchten

Um enorme 50 Prozent legte die Xing-Aktie seit Anfang August zu. So mirakulös das Plus auf den ersten Blick wirkt – für den Schub auf das neue Allzeithoch am Freitag gibt es handfeste Gründe. Wieder einmal machen Übernahmegerüchte die Runde: LinkedIn könnte als Käufer auf den Plan treten, war aus Anlegerkreisen zu hören. Stemmen könnten die Amerikaner die Übernahme problemlos. Burda hätte mit seiner Mehrheitsbeteiligung ein Bombengeschäft gemacht. Aber ginge der Deal durch?

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Um enorme 50 Prozent legte die Xing-Aktie seit Anfang August zu. So mirakulös das Plus auf den ersten Blick wirkt – für den Schub auf das neue Allzeithoch am Freitag gibt es handfeste Gründe. Wieder einmal machen Übernahmegerüchte die Runde: LinkedIn könnte als Käufer auf den Plan treten, war aus Anlegerkreisen zu hören. Stemmen könnten die Amerikaner die Übernahme problemlos. Burda hätte mit seiner Mehrheitsbeteiligung ein Bombengeschäft gemacht. Aber ginge der Deal durch?

So sieht eine echte Sommerrallye aus: Satte 50 Prozent Plus – von 52 mal eben so auf 79 Euro – in gerade mal drei Wochen. Das ist die Kursbilanz der Xing-Aktie, die schlicht ein bemerkenswertes Börsenjahr erlebt. Bei 42 Euro in 2013 gestartet, sah es lange so aus, als wäre die Luft raus aus den Anteilsscheinen des Hamburger Internet-Unternehmens, dessen Mehrheit schließlich an Burda ging.

44 Euro hatte Burda den Xing-Aktionären geboten – eine Offerte, die das Online-Business-Netzwerk vor einem Jahr nach wochenlangem Überlegen halbherzig als nicht angemessen abtat. Aus heutiger Sicht hätte Xing seine Absage in Richtung München durchaus noch selbstbewusster formulieren können, denn die Hamburger stehen so gut wie nie da.

Kursexplosion: 80 Prozent seit Jahresbeginn im Plus

Zumindest an der Börse, wo Xing seit Freitag plötzlich auf Rekordniveau notiert. Bis auf 78 Euro schoss das Papier Ende vergangener Woche in die Höhe, um dann bei knapp 76 Euro mit einem Plus von 9 Prozent aus dem Handel zu gehen – dem höchsten Niveau seit dem Börsengang 2006.  

Treiber der neuerlichen Kursexplosion sind neue Gerüchte aus Händlerkreisen um eine Übernahme durch den US-Rivalen LinkedIn, der seit seinem IPO vor rund zwei Jahren zum Internet-Schwergewicht gereift ist.

Burda winkt Traum-Exit

Auf satte 23 Milliarden Dollar ist der Börsenwert des US-Online-Business-Netzwerks, das ebenfalls in diesen Tagen auf Allzeithoch notiert, inzwischen angeschwollen – Xing bringt es trotz Rekordhochs auf gerade mal 420 Millionen Euro oder 565 Millionen Dollar. In anderen Worten: LinkedIn könnte den deutschen Rivalen problemlos schlucken – eine Übernahme würde maximal drei bis vier Prozent des gegenwärtigen Börsenwertes betragen.

Bedenken könnte es möglicherweise von Seiten des Kartellamtes geben. LinkedIn besäße auf dem Feld der Online-Business-Netzwerke in Deutschland ein Quasi-Monopol. Für Hubert Burda Media hätte der mögliche Verkauf unterdessen den Charme eines Traum–Exits mit dreistelligem Millionen-Gewinn in gerade mal vier Jahren. Das Aktienpaket von 59 Prozent der Anteile ist etwa 250 Millionen Euro wert – etwa das Doppelte des ursprünglichen Kaufpreises.

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