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Reality Queens: Der Rest von der Resterampe

"C- und Doppel D-Promis", die Weite Afrikas und mehr oder weniger spannende Challenges. Kommt uns das nicht bekannt vor? Tatsache! Erst am Mittwoch verließen die "Wild Girls" von RTL endgültig die Wüste. Doch kaum atmet der geschundene Kontinent auf, übernimmt ProSieben auch schon den Stab im Trash-Staffellauf. Am Donnerstag gingen die "Reality Queens" bei ProSieben auf Safari. Die gleiche Idee, ebenso unbekannte Ex-Castingsternchen und ähnlich gescriptete Zickenkriege.

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Micaela Schäfer. Ex-Popsternchen. Gänzlich unbekannte Frauen. TV-Tussies, die nur "bekannt" sind, weil sie mal mit Dieter Bohlen Sex hatten. Usw usf. So in etwa sieht die Teilnehmerliste für den ProSieben Wüstentrip aus. Da RTL im Vorfeld das gesamte Buffet an zumindest halbwegs bekannten C-Promis geräumt hat, blieb ProSieben offenbar nur noch der Rest von der Resterampe. Merke: Wer zuerst kommt, kriegt die besseren Trash-Promis.
Das aus "Wild Girls" bereits bekannte afrikanische Theater geht bei den "Reality Queens" einfach weiter. Nur ein kleiner geografischer Unterschied: statt in Namibia befinden wir uns in Tansania. Die Safari-Teilnehmerinnen meckern über weite Wanderwege und Moskitos ("Die werden uns noch alle identifizieren"), krakeelen wegen der bescheidenen Qualität der Schlafplätze und den hygienischen Zuständen und zicken – naja, weil es eben im Drehbuch steht. Diese Pseudo-Entsetztheit war auch schon vor "Wild Girls" langweilig und unglaubwürdig. Aber die Sender lernen ja offensichtlich sowieso nicht aus ihren Fehlern.
Die Konkurrenz eins zu eins zu kopieren ist aber natürlich nicht die feine Sender-Art, weshalb ProSieben mit einer brillanten Innovation um die (Wüsten)-Ecke kommt: Die verwöhnten Silikonbomben werden in ein reiches sowie ein armes Team unterteilt. Jetzt wird es spannend! Die "Matiti Girls" hausen in einem einfachen Zelt, bekommen nur wenig zu Essen und noch weniger warmes Wasser. Zudem müssen sie sich auch noch mit dem Buschmann Gudo rumschlagen, der "komisch riechen" würde. "Team Bunga" (Berlusconi!) darf sich im Luxus-Zelt betüddeln lassen. Irgendwie muss der Zickenkrieg ja in die Wege geleitet werden.

Reiseführer Daniel Aminati hat immerhin verstanden, dass man sich mit albernen Ranger-Outfits keinen Gefallen tut. Seine erste Ansage: Beide Teams müssen in einer Challenge Feuer entfachen. Natürlich traditionell, nicht mit einem Feuerzeug. Obwohl Nina Kristin ("Was ich sehr gut kann, ist shoppen") in ihrem Tantra-Kurs gelernt hat, wie man richtig "rubbelt", will es mit dem Feuer nicht so richtig funktionieren. Und wie es sich für ein Trash-Format gehört, führt das zu einem Feuerwerk an Beleidigungen und Schuldzuweisungen. Wie sollte es auch anders sein. Viel mehr als nervtötendes Gekreische, Gehüpfe, Popo-Gewackel und Rumgeheule passiert dann auch erstmal nicht in der ersten Folge.

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Wer den Zuschauern in der nächsten Woche nicht mehr auf die Nerven gehen soll, entscheiden die Mitwirkenden selbst. Fragt sich nur: Wieso muss eigentlich überhaupt jemand wieder nach Deutschland zurück? Hätte ProSieben den Silikonzicken ein One-Way-Ticket gebucht, wäre die Show unabhängig von der Quote (die war schlecht) zumindest schon mal ein Erfolg gewesen.  

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