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Inoffizieller Mercedes-Spot killt Klein-Hitler

Ein kurzer Werbespot für ein Luxusauto von Mercedes ist gerade der Viralhit im Web. Und doch stammt er nicht vom Autohersteller selbst. Die beeindruckende Abschlussarbeit von Filmstudenten von Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg stellt die Frage: Was passiert, wenn ein Auto selbst entscheidet, ob es bremsen soll oder nicht? Und welche Auswirkungen hat autonome Technik auf unser Leben? Ein kurzes Lehrstück mit bitterschwarzem Humor.

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Ein kurzer Werbespot für ein Luxusauto von Mercedes ist gerade der Viralhit im Web. Und doch stammt er nicht vom Autohersteller selbst. Die beeindruckende Abschlussarbeit von Filmstudenten von Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg stellt die Frage: Was passiert, wenn ein Auto selbst entscheidet, ob es bremsen soll oder nicht? Und welche Auswirkungen hat autonome Technik auf unser Leben? Ein kurzes Lehrstück mit bitterschwarzem Humor.

Dabei wirkt der Spot auf den ersten Blick wie ein typischer Hochglanz-Spot des Stuttgarter Autobauers: Eine teure Karosse pflügt sich den Weg durch eine malerische Landschaft in Österreich. Die Amaturen blinken und die Technik leistet ganze Arbeit, als ein kleines Mädchen dem Wagen im Weg steht.
Doch was dann folgt, dürfte Mercedes-Benz so gar nicht gefallen haben. Auch wenn die Idee charmant ist: Denn der Spot spielt eigentlich im Jahr 1895. Noch weit vor der NS-Zeit und in den Kindheitstagen von Adolf Hitler. Als Klein-Adolf in dem Einminüter auf die Straße rennt, setzt die Bremsautomatik des Autos aus. Kurz zuvor bekommt der Zuschauer zu sehen, wie die Maschine das Leben des Diktators im Zeitraffer vorbeifliegen lässt.


                Zum Abspielen auf das Bild klicken
Dafür verantwortlich zeichnet Jung-Regisseur Tobias Haase, der zusammen mit Lydia Lohse, Holger Bergmann, Gun Aydemir, Jan Mettler und Helmar Jungmann den Spot "MCP" als Abschlussarbeit an der Filmakademie Baden-Württemberg präsentieren konnte. Die mussten wohl auf Druck von Mercedes etliche Disclaimer im Video einbauen, dass es sich nicht um einen offiziellen Werbeclip der Stuttgarter handelt. Verständlich, denn wer will schon einen Spot produzieren, bei dem ein Kind getötet wird?
Doch als solcher will die Abschlussarbeit der Filmstudenten auch nicht verstanden werden. Vielmehr geht es um die Frage: Inwiefern darf Technik eigenständig Entscheidungen treffen? Und welche Auswirkungen hat das auf unsere Leben?

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