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Ballmer hört als Microsoft-Chef auf

Nach 13 Jahren als Microsoft-CEO hat Steve Ballmer seinen Rückzug angekündigt. Das gab der Hard- und Softwarekonzern am Freitag bekannt. "There is never a perfect time for this type of transition, but now is the right time", so Ballmer. Das Unternehmen brauche einen Chef, der die neue Richtung des Unternehmens hin zu einer "devices and sercives company" langfristig lenken kann. Bei der Suche nach einem Nachfolger wird auch Microsoft-Gründer Bill Gates mithelfen.

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Für die Suche hat Microsoft einen Sonderauschuss gegründet, dem auch Gates angehört. Außerdem habe die Personalagentur Heidrick & Struggles International bereits mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen. In Frage kommen sowohl externe als auch interne Kandidaten.

Ballmer, einem breiteren Kreis auch wegen einiger ungewöhnlicher Auftritte bei Produktvorstellungen bekannt, war in den 13 Jahren der unangefochtene Macher bei Microsoft. Er hat es geschafft, den Konzern vom reinen Anbieter von Software (Windows, Office, etc.) hin zu einem Unternehmen zu führen, dass durch die Spielkonsole X-Box, eigene Tablet-PCs und ein Smartphone-OS deutlich breiter aufgestellt ist.

Zuletzt musste Ballmer allerdings einige Rückschläge erdulden. So ist die neueste Windows-Version Windows 8 ein veritabler Flop. Die neue Oberfläche des Betriebssystems war zu gewöhnungsbedürftig, sodass der Konzern in Kürze mit einem Update zurück rudert. Zudem war die Vorstellung der neuen X-Box One ein PR-Desaster, dessen Auswirkungen auf die Verkaufszahlen noch nicht absehbar ist. Bei der Bilanz verfehlte Microsoft gerade erst die Umsatz- und Ergebnis-Erwartungen.

Die Börse reagierte am Freitag positiv auf Ballmers Rückzugs-Pläne, die Aktie machte an der US-Börse Nasdaq in Windeseile einen Kurssprung um mehr als 7%.

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