RTL Group: Weniger Umsatz, mehr Gewinn

Das zweitbeste operative Ergebnis in der Firmengeschichte und trotzdem muss gespart werden: Im ersten Halbjahr 2013 musste der TV-Konzern einen leichten Umsatzrückgang von 1,3 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro hinnehmen, konnte das operative Ebita-Ergebnis allerdings um 9,1 Prozent auf 552 Millionen Euro steigern. Verantwortlich für das Plus waren überwiegende Sparmaßnamen. Freuen dürfen sich die Aktionäre, also vor allem Bertelsmann, über eine Zwischendividende von 2,50 Euro pro Anteilsschein.

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Wichtigster Geldbringer war der Senderkette war auch im abgelaufenen Halbjahr das Deutschland-Geschäft. Die Kölner konnten ihr operatives Ergebnis um 9,3 Prozent auf 306 Millionen Euro steigern. Verantwortlich für das Plus war vor allem der Umstand, dass hierzulande der Werbemarkt stabil blieb, während in allen anderen Kernmärkten ein Minus auflief. Zusammengenommen bliebt für die gesamte Sendergruppe ein Minus bei den Werbeeinnahmen von 1,3 Prozent oder 2,779 Millionen Euro.  

Trotz der Verluste bei der Werbung konnte die Entertainment-Gruppe ihre Rendite von 18 Prozent im ersten Halbjahr 2012 auf 19,9 Prozent steigern.

Gut lief es auch bei der RTL-Produktionsarm FremantleMedia: Trotz eines heftigen Werbeminus von sechs Prozent konnte die französische Groupe MG ihr operatives Ergebnis leicht steigern.

Was den Ausblick betrifft geben sich die beiden Senderchefs Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch noch sehr vorsichtig. Wenn nichts schiefgehe, sollte das Ergebnis für das erste Halbjahr auch in der zweiten Jahreshälfte bestätigt werden.

Weiterhin halten die beiden CEOs an ihrem Ziel fest, dass die RTL Group der führende Player bei Online-Videos und Video-Advertising werden soll. Zur Zeit gehen die Luxemburger davon aus, dass sie am Ende des Jahres die Marke von 15 Milliarden Online-Video-Views knacken werden.

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