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Satire sagte Blomes Spiegel-Wechsel voraus

Wenn Witze (fast) Wirklichkeit werden ... Am 9. April veröffentliche die Berliner Zeitung Tagesspiegel auf ihrer Website eine Satire rund um die Nachfolge-Spekulationen zur Chefredaktion des Spiegel. Titel: "Irrer Qualitäts-Wahnsinn! Bild-Mann Blome wird Spiegel-Chefredakteur". Einige Monate später wird aus dem Web-Witz fast Wirklichkeit. Der designierte neue Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner holt ebenjenen Nikolaus Blome als neuen Vize-Chef zum Nachrichtenmagazin.

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Die Tagesspiegel-Satire vom 9. April dieses Jahr beginnt mit den Worten: "Achtung Diktatoren! Das Sturmgeschütz der Demokratie wurde durchgeladen: Ausgerechnet Boulevard-Mann Nikolaus Blome wird Chefredakteur beim Spiegel. Die Mitarbeiter atmen auf." Nun, letzterer Punkt dürfte nicht uneingeschränkt stimmen. Wie zu hören ist, sorgt die Berufung des Bild-Manns Blome bei den Spiegel-Mitarbeitern durchaus für Irritationen.
Laut Satire ist Blome ein "legitimer Nachfolger Napoleons, der in seiner Freizeit durch mitteleuropäische Steppen reitet". In der Satire wird Blome zum Schluss in den Mund gelegt, dass er als erstes über Spiegel-Gründer Rudolf Augstein schreiben wolle, "der sich bei Blomes Ernennung im Grab umgedreht haben soll". Es ist schon bezeichnend, dass eine Personalien-Konstellation, die vor einigen wenigen Monaten noch ohne weiteres als satirisch überhöht durchging, nun fast zur Wirklichkeit wird.
PS: Auch MEEDIA hatte Bild-Mann Nikolaus Blome im Zuge der Chefredakteurs-Suche für den Spiegel schon in unserer Bilder-Galerie "Spiegel-Superstar – verzweifelt gesucht". Als "Pro" notierten wir damals: "Kommt von der Bild, von der jüngst einige Chef-Leute abgeworben wurden. Macht mit Jakob Augstein zusammen das Talk-Format “Augstein und Blome” bei Phoenix. Hat sich in zahlreichen TV-Auftritten profiliert." Unter "Contra" hieß es: "Kein Spiegel-Stallgeruch, keine Online-Expertise". Unser Fazit: "Keine echten Chancen." Unser Favorit Wolfgang Büchner wurde tatsächlich neuer Spiegel-Chef. Aber dass Nikolaus Blome ganz ohne Spiegel-Stallgeruch tatsächlich einmal in die Spiegel-Chefredaktion einzieht, hätten auch wir nicht für möglich gehalten.

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