Condé Nast kooperiert mit Amazon

Während Amazon-Chef Bezos mit dem Kauf der Washington Post in das Zeitungsgeschäft einsteigt, steigt Condé Nast als erster Verlag bei dem Onlinehändler ein. Aber nur im Rahmen einer Kooperation. Wie der Guardian berichtet, will der Verlag die Print- und Onlineabos von sieben US-Titeln, darunter Vogue und Wired, künftig auch über Amazon anbieten. Ein Abo für sechs Monate soll dabei zunächst höchstens sechs Dollar kosten. Weitere Zeitschriften könnten folgen.

Anzeige

Über ihr Amazon-Konto können Kunden einen sogenannten "All Access"-Service buchen. Dadurch können Abonnements eingesehen und online verwaltet werden. "Unsere einflussreichen und loyalen Kunden wollen zuerst informiert werden, kaufen und teilen, weshalb wir auch die Ersten sein wollten, die einen Service wie ‚All Access‘ anbieten", zitiert der Guardian Condé-Nast-Chef Bob Sauerberg. Der Service ermöglicht Nutzern, die Magazine in digitaler Form sowie als Printprodukt zu abonnieren. Digitalzeitschriften sollen aber nicht nur über Amazons Kindle verfügbar sein, sondern auch über Apple-Produkte sowie Android Tablets und Smartphones.
Die Kooperation mit Amazon könnte Condé Nast tatsächlich zu mehr Erfolg im Vertrieb verhelfen. Lediglich vier Prozent der Condé-Nast-Gesamtauflage von rund 18,5 Mio. Magazinen sind Digitalausgaben. Amazon verfügt über rund 200 Millionen Kunden – das ist ein mächtiges Marketing-Potenzial.
Bislang hat Condé Nast seine Abos überwiegend in den eigenen Magazinen beworben. Diese traditonelle Form der Abo-Werbung soll trotz der Amazon-Kooperation weiterlaufen. Sollte die Kooperation Erfolg haben, sollen künftig alle Condé-Nast-Titel über den Onlinehändler erhältlich sein.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige