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BDZV: Gewerkschaften müssen sich zu Flächentarif bekennen

"Die Gewerkschaften müssen sich eindeutig zum Flächentarifvertrag bekennen." Das meint zumindest der Verhandlungsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) Georg Wallfraf. Anlass sind Forderungen von Gewerkschaftsvertretern in Baden-Württemberg, die allein die Interessen der Zeitungsredakteure im Südwesten bedienen würden. Auf Redaktionen in Norddeutschland, insbesondere auf ihr wirtschaftlich schwieriges Umfeld, würde dagegen keine Rücksicht genommen werden.

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"Die Gewerkschafter im Südwesten wenden sich damit auch gegen die eigenen Verhandlungsführer, die die Erhaltung des Flächentarifvertrags als ein mit der Arbeitgeberseite gemeinsam anstrebendes Ziel formuliert haben", stellt Wallraf weiter fest. "Verleger und Gewerkschaften stehen in der Verantwortung, zukunftssichernde Bedingungen für eine Branche im Umbruch zu schaffen."
Eine Entscheidung gegen den Flächenvertrag würde Verhandlungen mit dem Deutschen-Journalisten-Verband (DJV) sowie der dju in Verdi über einen neuen Gehalts-und Manteltarifvertrag für Journalisten in Tageszeitungen die gemeinsame Grundlage entziehen, heißt es in der Mitteilung. Der BDZV hatte im Vorfeld der Verhandlungen deutlich gemacht, dass es Aufgabe von Tarifverträgen sei, Mindestarbeiterbedingungen zu schaffen.
Am 23. August werden die Tarifverhandlungen fortgeführt.

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