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„Jahrhundert-Journalist“ Claus Jacobi ist tot

Claus Jacobi ist tot. Im Alter von 86 Jahren starb in der Nacht zum Samstag einer der renommiertesten Journalisten der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit. "Jaco...war nicht nur von ungeheurer Ausstrahlung...er war zugleich ein beneidenswert formulierender Journalist und erfolgreicher Blattmacher", schrieb Maynhard Graf Nayhauß in seinem Nachruf in der Welt am Sonntag.

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Seine Vita ist eindrucksvoll und ein Stück Pressegeschichte Deutschlands: Jacobi fing 1948 als Volontär bei der Zeit an, war später Spiegel-Korrespondent in Bonn und Washington. Zwischen 1962 und 1968 war er Co-Chefredakteur des Nachrichtenmagazins. In den Siebzigern leitete er Welt und Welt am Sonntag im Springer Verlag. Für die Bild schrieb er die Kolumne "Mein Tagebuch".
Bild-Mann Norbert Körzdörfer würdigte den Journalisten so: "Ein Jahrhundert-Journalist ist tot. Ein Gentleman. Ein Hanseat. Ein großer Deutscher. Die funkelndste Feder von Axel Springer. Einer wie keiner." Pressegeschichte schrieb Jacobi bereits 1962, als er während der Spiegel-Affäre ("Bedingt abwehrbereit") festgenommen wurde, wie auch sein Kollege Johannes Engel und Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein.

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