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Plants vs. Zombies 2: geniale iPhone-Abzocke

“Pflanzen vs. Zombies” gilt mit Recht als eines der besten Smartphone/Tablet-Spiele überhaupt. Das sympathisch-skurrile Spiel, in dem man Haus und Garten mit Sonnenblumen und Erbsenkanonen gegen lustige Zombies verteidigen muss, wurde mit Preisen überhäuft und millionenfach runtergeladen. Heute ist die lange erwartete Fortsetzung “Plants vs. Zombies 2  - It’s about time” im deutschen App-Store erschienen. Neben viel Lob gibt es auch Kritik - wegen In-Game-Abzocke.

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Gegen das Spiel selbst kann man nichts haben. Die Spielefirma Popcap Games (gehört mittlerweile zum Riesen Electronic Arts) hat mit “Plants vs. Zombies 2 – It’s about time” eine super-solide Fortsetzung abgeliefert. Es gibt genug Neuerungen, um Fans zufriedenzustellen, das bewährte und geliebte Spiele-Prinzip wurde im Kern aber nicht angetastet. Auch Neulinge in der “Pflanzen vs. Zombies”-Welt finden sich dank einer ausführlichen Einführung schnell zurecht.

Neu ist, dass die Anti-Zombie-Pflanzen nun durch Zeit und Raum Reisen, weil Topfträger Crazy Dave (in der deutschen Version leider zu “Deppie Dave” verhunztübersetzt) seinen Taco mit einem zur Zeitmaschine umgebauten Wohnmobil namens Penny weggebeamt hat. Völlig bescheuert, aber so ist das halt bei “Plants vs. Zombies”. Die hirnrissige Rahmenhandlung sorgt dafür, dass man im alten Ägypten gegen Pharaonen-Zombies antritt, in den Wilden Westen reist oder gegen Piraten-Zombies kämpft.

Es gibt natürlich neue Pflanzen, Dünger, mit denen Pflanzen kurzzeitig Superkräfte entwickeln und – besonders spaßig – Power-ups, mit denen man per Finger-Wisch Zombies elektrifizieren, wegschleudern oder – ähem – köpfen kann. Ein großer Spaß. Aber alles natürlich in harmloser Comic-Anmutung und alles total witzig, liebe unnötig besorgte Eltern. Die Grafik, der Sound – alles ist wie bei Teil 1, nur noch ein bisschen optimierter.

Jetzt das “Aber”: Electronic Arts hat sich entschieden, dass das Spiel als so genanntes Free-to-play Game herausgebracht wird. Will heißen: Das Spiel selbst ist gratis, man kann aber gegen klingende Münze die Spiele-Währung und Extras kaufen. Und das zu durchaus happigen Preisen. Neue Pflanzen kosten zum Beispiel ab 2,69 Euro. Auch Extra-Slots für zusätzliche Pflanzen kann man sich nun gegen echtes Geld dazukaufen.

Bereits vor Veröffentlichung sorgte diese neue Strategie für reichlich Kritik bei Fans des Spiels. Man kann “Plants vs. Zombies 2” zwar auch komplett durchspielen, ohne einen einzigen Cent auszugeben, aber gerade die witzigen neuen Pflanzen und die Finger-Power-ups verlocken schon dazu, den einen oder anderen Euro zu verzocken. Am Ende dürften die Macher deutlich mehr Geld einnehmen, als wenn sie das Spiel gegen Geld angeboten hätten. Außerhalb der Spielewelt heißt diese Methode Freemium – eine Mischung aus “free” und “premium”.

Eltern, die sich mehr um den Geldbeutel als um rollende Comic-Zombieköpfe sorgen, können die In-App-Käufe in iPhones und iPads übrigens in den Einstellungen deaktivieren, bevor sie den lieben Kleinen das iPhone mit “Plants vs. Zombies 2” in die Hand drücken. Einfach unter “Einstellungen”, “Allgemein“ die “Einschränkungen” aktivieren und dann bei “Zulässiger Inhalt” die “In-App-Käufe“ ausschalten. Auf iPads der ersten Generation läuft das Spiel übrigens gar nicht. Zumindest derzeit ist das Spiel nur für Apples iOS-Plattform zu haben. Eine Android-Version dürfte mit Zeitverzögerung folgen.

Trotz des Ärgers mit den In-App-Käufen, der mittlerweile leider Standard ist, ist “Plants vs. Zombies 2 – It’s about Time” uneingeschränkt empfehlenswert. Nehmen Sie sich vor dem Runterladen aber lieber ein, zwei Tage frei …

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