Facebook rettet die New York Times

Am Mittwoch war die Webseite der New York Times zwischenzeitlich offline. Interne Serverprobleme hätten für den Ausfall gesorgt, hieß es. Um ihre Leser dennoch mit den wichtigsten Nachrichten zu versorgen, veröffentlichte die Zeitung ihre Artikel kurzerhand auf ihrer Facebook-Page. Eine Aktion, die einmal mehr zeigt, dass das Social Network zu einem unverzichtbaren Bestandteil einer jeden Redaktionsstrategie geworden ist. Ein Ersatz, das haben die Social Reader gezeigt, ist Facebook aber nicht.

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Soziale Medien sollten normalerweise auf ein Medium führen, statt es zu ersetzen. Im Notfall muss dieses Prinzip auch mal über Bord geworfen werden. Wenn technische Probleme die eigene Seite in die Knie zwingen – ein Hackerangriff wurde von der Zeitung nicht bestätigt – muss es trotzdem weiterlaufen. Ein Medium, das nicht sendet, ist kein Medium. 

Die Seite der New York Times war am Mittwoch nur für etwas mehr als eine Stunde offline. Andere Medien wie etwa Gawker oder Buzzfeed nutzten bereits Tumblr zur Veröffentlichung ganzer Beiträge. Damals ließ der Wirbelsturm Sandy die Server abstürzen. Freilich können Twitter, Facebook und Co. die eigenen Nachrichtenseiten nicht ersetzen. Die Facebook-Social Reader von Guardian, Washington Post und dem stern, mit denen Nutzer ganze Beiträge direkt in dem Sozialen Netzwerk lesen konnten, haben sich auf dem Markt jedenfalls nicht durchgesetzt und wurden wieder eingestellt. 

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