Bezahlschranke: Bild büßt kaum Besucher ein

Fußball ist nicht nur im TV-Business ein wichtiger Treiber. Auch im Web sollte man den Einfluss der Ballsport-Fans nicht unterschätzen. Ein sehr anschauliches Beispiel dafür liefert die Juni-Auswertung der AGOF. Fast in allen relevanten Kategorien, ist der Einfluss der Bundesliga-Sommerpause zu sehen. Zu den Top-Absteigern gehören neben Capital.de, vor allem Kicker-Seiten wie Kicktipp, 11Freunde oder Bundesliga.de. Wichtig: Trotz Einführung der Bezahlschranke büßte Bild.de keine Reichweite ein.

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Im Gesamtranking gab es auf den ersten acht Plätzen keine Veränderung. T-Online dominiert mit einer Reichweite von 26,62 Millionen Unique Vistors, gefolgt von Ebay (23,79 Mio.) und Gutefrage (16,76 Mio.). Immerhin: GMX konnte zwei Plätze gut machen und ist nun auf neun. Zehnter ist Spiegel Online (11,36 Millionen), die ebenfalls um zwei Punkte klettern konnten. Verdrängt wurden Yahoo und RTL aus den Top-Ten.

Besonders interessant ist das Ergebnis von Bild.de. Immerhin führten die Berliner im Juni mit Bild plus ihr neues Freemium-Model ein. Obwohl ein Teil der Inhalte des Boulevard-Portals nun kostenpflichtig ist, ging die Reichweite nur minimal von 14,16 Millionen auf 13,97 Unique Visitors zurück.

Beim Blick auf die Aufsteiger fällt auf, dass T-Online (plus 770.000 Unique Visitors), Ebay (plus 520.000 Unique Visitors) und die Welt (plus 510.000 Unique Visitors) gewinnen konnten. Der normale saisonale Boom der Wetterseiten hielt sich – zumindest im Juni – noch in Grenzen.

Bei den Absteigern fallen als erstes die Verluste bei den TV-Seiten auf. RTL (minus 1,17 Millionen Unique Visitors), ProSieben (minus 1,08 Millionen Unique Visitors), Sat.1 (minus 720.000 Unique Visitors ) und auch Clipfish (minus 600.000 Unique Visitors) büßten Reichweite ein. Zudem ist auch Springers ComputerBild (minus 840.000 Unique Visitors) mit auf der Absteiger-Liste.

Ähnlich wie bei den Top-Ten kam es auch im Vermarkterranking zu keinen Veränderungen in der Spitzengruppe. Interactive Media, Axel Springer Media Impact (30,24 Millionen Unique User) und Ströer Digital (28,32 Millionen) besetzten die ersten drei Plätze.

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