Mehr Produktivität durch Google Glass?

Tragbare Technik, auch Wearables genannt, könnten Angestellte künftig produktiver machen. Das glaubt zumindest Frank Schloendorn, Director Android ecosystems bei Fiberlink, einer Management-Plattform für mobile Endgeräte. So soll der Einsatz von Gadgets wie Google Glass dafür sorgen, dass Mitarbeiter bestimmte Aufgaben effektiver erledigen. So könnten etwa IT-Fachkräfte verlorengegangene Hardware tracken und sensible Daten sichern, ohne jemals ein Notebook aufklappen zu müssen.

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“Mit Google Glass im Einsatz können Sie effektiv Geräte verwalten, ohne das Smartphone aus der Hosentasche nehmen zu müssen”, verrät Schloendorn gegenüber Mashable. “Geräte, die nicht mit den eigenen Richtlinien konform gehen, lassen sich mit einem simplen Sprachbefehl identifizieren. Passwörter lassen sich mit einem Fingerwisch zurücksetzen.” Allerdings, so der Mobil-Experte weiter, sei die Technologie nicht dazu gedacht, Smartphones und Tablets zu ersetzen.
Der Einsatz solcher “Wearables” biete sich natürlich nicht für jede Berufsbranche an. Doch gerade bei Abteilungen und Unternehmen, die zwangsläufig mit einem starken IT-Fokus arbeiten und über die entsprechende technische Infrastruktur verfügen, könnte sich die Anschaffung solcher Hardware lohnen. Zu diesem Zeitpunkt dürften allerdings noch die wenigsten Unternehmen über eine solche Anschaffung nachdenken. Denn einen endgültigen Preis gibt es momentan noch nicht. Die Developer-Version ist weiterhin nicht frei erhältlich und kostet 1.500 Dollar. Das Consumer-Modell soll angeblich rund 400 Dollar kosten, neueste Schätzungen gehen von einem geringeren Preis aus.
Ein anderer Trend könnte ebenfalls seinen Weg in die Büros finden: die digitale Selbstvermessung. Fitness-Gadgets wie das Fitbit Flex oder das Jawbone UP können nach Meinung von Experten dazu eingesetzt werden, die Gesundheit der Belegschaft zu erhöhen. Durch Krankheitsausfälle entstehen jedes Jahr Milliardenschäden für die Wirtschaft. Die neue Technologien können dazu beitragen, dass Mitarbeiter mehr Wert auf ihre Gesundheit legen.
Allerdings dürfte die tragbare Technik fürs Handgelenk und der Einsatz von Datenbrillen in Unternehmen Skeptiker auf den Plan rufen. Während der private Einsatz dieser Gadgets keinerlei Abstimmung mit dem Umfeld bedarf, gilt es im beruflichen Einsatz, das Einverständnis der Mitarbeiter einzuholen. Ansonsten sind Streitigkeiten wegen möglicher Verletzungen der Privatsphäre unter Kollegen programmiert.

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