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Erich Sixt entschuldigt sich bei Mollath

Nach der massiven öffentlichen Kritik an der misslungen Werbeanzeige von Sixt, die den erst kürzlich aus der Psychatrie entlassenen Gustl Mollath abgebildet hat, versucht der Autovermieter den Rückwärtsgang einzulegen. Im Firmenblog entschuldigt sich der Vorstandsvorsitzende und Unternehmensgründer Erich Sixt für die "Werbesatire", die gegen die Grundsätze des Unternehmens verstoßen habe. Von der Facebook-Seite ist die Werbung bereits verschwunden.

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„Sixt steht seit jeher für eine provokante und polarisierende Werbung, die aktuelle Sachverhalte in satirischer Form aufgreift“, heißt es im Entschuldigungsschreiben. Dabei sei Sixt seine Grundsätzen, nämlich dass die Betroffenen „nicht in ihren persönlichen Gefühlen verletzt oder herabgewürdigt werden“, in diesem Fall nicht „gerecht geworden“. Das Entschuldigungsschreiben von Erich Sixt sei persönlich an Herrn Mollath gegangen, so das Unternehmen. Die Werbeanzeige soll nicht weiter verbreitet werden.
Vielen Facebook-Nutzern reicht die Entschuldigung nicht. Ein Großteil der Nutzer fordert, Mollath auch finanziell zu entschädigen. Einige kommentieren, dem Unternehmen in Zukunft den Rücken kehren zu wollen. Seit Montag hat Sixt mit der provokanten Werbe-Anzeige für Aufmerksamkeit gesorgt. Auf dem Werbeplakat, das im Internet und in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde, war Gustl Mollath abgebildet. Unterhalb des Bildes titelten die Werber: „wenn hier jemand verrückt ist, dann der Sixt mit seinen Preisen“. Mollath selbst hat sich dazu nicht geäußert. Ob er die Entschuldigung akzeptiert, ist noch unklar.

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