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Herres: mehr Experimente, mehr „Dittsche“

ARD-Programmdirektor Volker Herres hat im Focus angekündigt, in der kommenden TV-Saison stärker auf Spielfilme, Experimente und Comedy setzen zu wollen. Als Event-Film sei zum Beispiel das vierteilige Dokudrama "14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs" geplant, das zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs ausgestrahlt werde. Das Erste will aber auch komischer werden. So werde es von Olli Dittrich ("Dittsche") laut Herres in der ARD "bald mehr geben".

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Mit Dittrich sei man bei der ARD "verlobt", so Herres im Focus-Interview. Der Komiker habe eine ganze Reihe von Ideen für Parodien eingebracht. Bisher ist Dittrich in der ARD in der Impro-Comedy "Dittsche" zu sehen und er hat einen viel gelobten Piloten für das Comedy-Format "Frühstücksfernsehen" abgeliefert. Da ist gewiss noch Luft für mehr. Den Donnerstag will Herres nach dem freiwilligen Rückzieher von Reinhold Beckmann mit seiner Talkshwow zum Comedy-Tag umfunktionieren.

Die vier verbliebenen Talkshows sollen alle bleiben, idealerweise in Form von Thementagen, die sich als besonders quotenfreundlich erweisen. So wird im November zum 75. Geburtstag von Christiane Hörbiger der Film "Stiller Abschied" gezeigt und im Anschluss wird bei "Hart aber fair" über das Filmthema Demenz diskutiert.

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Als Experiment plant die ARD den Film "Alpenglühen" (Arbeitstitel), u.a. mit Mario Adorf, Senta Berger, Michael Gwisdeck, Matthias Habich und Angelika Winkler. Die insgesamt 13 Schauspieler kennen jeweils nur ihre eigenen Figuren und treffen sich ohne Drehbuch zum Speed-Dating. So ganz brandneu ist diese Idee freilich nicht, Besagter Olli Dittrich hat ein solches Format gemeinsam mit Anke Engelke unter dem Namen "Blind Date" schon in mehreren Folgen produziert.

Ein paar Seitenhiebe auf die Konkurrenz dürfen bei einem Herres-Interview nicht fehlen. Das ZDF achte "derzeit stark auf maximale Einschaltquoten", gab der ARD-Programmdirektor zu Protokoll und hat sich zum Beweis ausrechnen lassen, dass jede zweite Fiction-Minute im ZDF ein Krimi sei, bei der ARD aber sind nur 23% der Fiction-Zeit Krimis. Na sowas! Dass RTL bald die Qualifikationsspiele der Fußball-Nationalmannschaft zeigt, bezeichnet Herres als "schade für die Fans". Immerhin verlangen die Privaten eine Zusatzgebühr für den HD-Empfang. Aber die Privaten haben eben halt auch keine Rundfunkgebühren …

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