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IVW: Mobile krempelt News-Ranking um

Die neuen mobilen Zahlen der IVW, die am Donnerstag erstmals veröffentlicht wurden, führen in der Online-Nachrichtenbranche zu interessanten Verschiebungen. So ist einer der großen Profiteure n-tv.de, das mit mobiler Website und Apps satte 23,2 Mio. Visits erreicht - nur Bild und Spiegel sind stärker. Auch im Gesamt-Ranking aus Online- und Mobile-Visits zieht n-tv an Welt und Süddeutsche vorbei. Ebenfalls enorm stark im mobilen Web: Bild.de, Spiegel Online, DerWesten und weiter hinten die Passauer Neue Presse.

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Mit 23,2 Mio. Visits erreicht der mobile Anteil an den Gesamt-Visits von n-tv.de stolze 38,5%. Kein anderes Top-50-Nachrichtenangebot ist derzeit mobil im Vergleich zur "normalen" Website so stark. Auf immerhin 30,0% kommt Bild.de mit seinen mobilen Visits, Spiegel Online auf 25,9% und DerWesten auf 25,6%. Weiter hinten erreicht die Passauer Neue Presse mit ihrer Website einen mobilen Anteil von 33,7% an den Gesamt-Visits.

Im Gesamt-Ranking der Nachrichtenbranche macht n-tv.de damit einen Sprung auf Platz 3: 37,0 Mio. Online-Visits hätten zwar nur für einen Rang hinter Welt, Süddeutsche und Focus gereicht, doch dank der 23,2 Mio. mobilen Visits zieht man an der Konkurrenz vorbei. Die Welt und Süddeutsche.de folgen dahinter – auch mobil erreichen die beiden ähnliche Zahlen. Bei Focus Online fehlen die mobilen Zahlen derzeit noch. Offenbar hat man sich dort zwar zur Messung der mobilen Daten angemeldet, es aber versäumt, sich auch zur Veröffentlichung der Zahlen anzumelden. Erst im kommenden Monat werden dort – und womöglich auch bei anderen Anbietern wie RP Online oder tagesspiegel.de – also komplette Zahlen vorliegen.

In der zweiten Hälfte des neuen Nachrichten-Rankings profitiert die erwähnte Passauer Neue Presse von der Stärke ihrer mobilen Website. Ebenfalls weiter oben finden sich dank der mobilen Zahlen die Berliner Morgenpost, die Südwest Presse und die Rhein Main Presse. Insbesondere bei den regionalen Nachrichten-Websites gibt es noch viele, die ihre mobilen Zahlen – falls vorhanden – noch nicht messen lassen.

Unsere Analyse der Nachrichten-Websites sieht in diesem Monat naturgemäß anders aus als im Vormonat – dank der erstmalig getrennten Ausweisung der Daten aus dem mobilen und dem herkömmlichen Netz. Auf Vergleiche mit dem Vormonat verzichten wir diesmal, da solche Vergleiche an der einen oder anderen Stelle hinken würden. So haben einige Anbieter ihre mobilen Visits im Juni noch im Gesamt-Angebot mitzählen lassen, andere nicht. Im kommenden Monat wird es dann hier wieder Vergleichswerte und Auf- und Absteiger-Rankings geben.

Derzeit besteht zudem noch keine Möglichkeit, aus den mobilen IVW-Daten die Zahlen der redaktionellen Inlands-Visits herauszufiltern. Leider ist das laut IVW auch in Zukunft nicht vorgesehen. Da wir den Online-Nachrichtenmarkt aber nur komplett betrachten wollen – also inklusive der mobilen Daten – zeigen wir Ihnen an dieser Stelle nun wieder die Gesamt-Visits, obwohl die redaktionellen Inlands-Visits insbesondere die Verhältnisse der Newsbranche in Deutschland noch klarer wiederspiegeln würden. Im kommenden Monat finden Sie in unserer Analyse neben den Vergleichen mit den Vormonaten dann auch wieder die Marktanteile der einzelnen Anbieter im Gesamtnachrichtenmarkt.

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