Groupon-Bilanz schürt Turnaround-Hoffnungen

Das Schnäppchenportal Groupon kann das Vertrauen der Anleger zunehmend wieder zurückgewinnen. Der Online-Rabattanbieter konnte die Analystenerwartungen im abgelaufenen zweiten Quartal leicht schlagen, obwohl unterm Strich leichte Verluste ausgewiesen wurden. Die für Anleger aber wieder wichtigste Nachricht: Mitbegründer Eric Lefkofsky, der die Amtsgeschäfte von Andrew Mason im Februar interimsmäßig übernommen hatte, bleibt nun permanent CEO. Anleger feierten die Nachricht mit einem Kurssprung von 25 Prozent.

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Das Schnäppchenportal Groupon kann das Vertrauen der Anleger zunehmend wieder zurückgewinnen. Der Online-Rabattanbieter konnte die Analystenerwartungen im abgelaufenen zweiten Quartal leicht schlagen, obwohl unterm Strich leichte Verluste ausgewiesen wurden. Die für Anleger aber wieder wichtigste Nachricht: Mitbegründer Eric Lefkofsky, der die Amtsgeschäfte von Andrew Mason im Februar interimsmäßig übernommen hatte, bleibt nun permanent CEO. Anleger feierten die Nachricht mit einem Kurssprung von 25 Prozent.

Was für einen Unterschied gerade mal fünf Monate machen können. Rückblende Ende Februar: Groupon-Konzernchef Andrew Mason wurde nach einem dramatischen Börsenabsturz von in der Spitze 32 auf 2 Dollar in 18 Monaten spektakulär vor die Tür gesetzt. Mason nahm es sportlich, verfasste die vielleicht beste Abschiedsmail aller Zeiten – und nahm ein Business-Rock-Album auf.  

Bei Groupon übernahm unterdessen der knallharte Mitbegründer Eric Lefkofsky die Geschäfte – interimsmäßig, wie es zunächst hieß. Der nicht mal fünf Jahre alte Social-Commerce-Shootingstar, der von Mason und Lefkofsky im November 2008 gegründet wurde und als einer der größten Hoffnungsträger der jüngeren Internet-Geschichte galt, sollte wieder auf Kurs gebracht werden.  

Umsätze ziehen um 7 Prozent an

Fünf Monate später kann man sagen, dass Lefkofsky die Trendwende gelungen ist. Wie der Online-Rabattanbieter nachbörslich bekannt gab, wies Groupon zwischen April und Juni nach 568 Millionen Dollar nunmehr 608,7 Millionen Dollar Umsatz aus. Die Konsensschätzungen der Wall Street lagen bei 606,2 Millionen Dollar.   

Der Proforma-Gewinn lag mit 2 Cent je Aktie oder 27,4 Millionen Dollar im Rahmen der Erwartungen. Unterm Strich jedoch musste Lefkofsky allerdings ein kleines Minus von 7,6 Millionen ausweisen.

Lefkofsky wird alleiniger neuer CEO

Überschattet wurde die Bilanz jedoch von der für Aktionäre weitaus wichtigeren Nachricht, wer Groupon künftig als Vorstandschef  leiten wird: Lefkofsky selbst! „Nach zwei Quartalen im Job bin ich zufrieden mit den Fortschritten, die wir in solch kurzer Zeit gemacht haben", begründete er seine Bereitschaft, länger zu bleiben. Ted Leonsis, der Groupon in den vergangenen Monaten zusammen mit Lefkofsky geführt hatte, zog sich aus dem Vorstand zurück.

Aktionäre feierten den Coup mit einem Plus von nachbörslich sage und schreibe 25 Prozent! Die Groupon-Aktie notiert damit bei knapp 11 Dollar auf dem höchsten Stand des Jahres und hat sich seit Amtsübernahme von Lefkofsky mehr als verdoppelt – mehr Vertrauensvorschuss der Wall Street geht kaum.

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