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Facebook sucht exklusive Nähe zu Promis

Das Social Network möchte mehr exklusiven VIP-Content verbreiten. Dafür trat Facebook in den vergangenen Monaten gezielt an Prominente heran, um sie für das Social Network einzuspannen. Ergebnis: Andy Murray äußerte sich im Juli zuerst auf Facebook zu seinem Wimbledon-Sieg, während US-Schauspieler Channing Tatum exklusiv auf dem weltgrößten Social Network die ersten Bilder seiner Tochter verbreitete. In anderen Worten: Facebook wird somit zu einer Art Social People-Magazin.

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Es sind die erfolgreichsten Wochen für das Social Network seit langer Zeit: Bei 39 Dollar befindet sich die Aktie in diesen Tagen auf einem Allzeithoch, satte 50 Prozent waren für Aktionäre binnen gerade mal zwei Wochen zu verdienen. Die mobilen Werbeerlöse schießen durch die Decke, das Nutzerwachstum sowieso.

Nachdem die Milliardengrenze vor einem Jahr geknackt wurde, hat Mark Zuckerberg unlängst neue erstaunliche Zielmarken ausgegeben: Nicht weniger als fünf Milliarden Mitglieder will Facebook binnen der nächsten drei Jahrzehnte dazugewinnen. Um derart extrem ambitionierte Ziele zu erreichen, muss Facebook ein Nutzer-Magnet bleiben.

Der Kampf um die Exklusivität: Promis zieht es zu Instagram und Twitter

Doch der launige Social Media-Nutzer lässt sich bekanntlich immer wieder gerne von neuen Trends einfangen. Auch die Prominenten ziehen weiter: Instagram ist das Social Network der StundeRihanna, Justin Bieber, Heidi Klum & Co posten ihre neusten Schnappschüsse längst zuerst auf der Foto-Community, die sich Facebook im vergangenen Jahr für eine Milliarde Dollar sicherte.

Die Bilder fließen bei Facebook ein, doch die Exklusivität liegt eben nicht beim weltgrößten Social Network. Problematischer noch: Auch der 140 Zeichen-Dienst Twitter bleibt unter Prominenten weiter ein beliebter Mitteilungskanal. Facebook-Fanpages wirken dagegen immer öfter wie ein Relikt aus der Vergangenheit.

Channing Tatum: Erstes Bild von Tochter Everly auf Facebook

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Um den Trend zu stoppen und nicht den Coolness-Faktor zu verlieren, ist Facebook in den vergangenen Monaten offenbar verstärkt an Prominente mit der Bitte um exklusive Inhalte herangetreten. Das berichtet der gewöhnlich gut informierte Tech-Reporter Peter Kafka des Wall Street Journal-Ablegers AllThingsD unter Verweis auf prominente Beispiele.

Da ist etwa der US-Schauspieler Channing Tatum (Side Effects, CSI: Miami, Magic Mike), der im Juni die Geburt seiner Tochter nicht in einem US-Klatschmagazin verbreitete, sondern exklusiv via Facebook. 1,4 Millionen Facebookern gefiel das erste Bild von Tochter Everly.

Andy Murray wendet sich nach Wimbledon-Sieg an Facebook-Fans

Auch die Nummer zwei der Tenniswelt ließ sich von Facebook umgarnen und stellte sich passenderweise direkt nach der Stunde des größten Triumphs – dem ersten Wimbledon-Sieg eines Briten seit 1936 – auf Facebook den Fragen seiner Fans.

Ebenfalls in der vergangenen Woche postete der schottische Tennisstar auf Facebook artig neue, wenn auch eher belanglose Updates ("Hitting with Rafa Nadal on a sunny and busy centre court today… and the football season has finally started!") und Trainingseindrücke.

Ob das reicht, um Facebook den Glamour-Faktor vergangener Jahre zurückzubringen, ist fraglich. Popstars wie Rihanna machen vor, dass freiwilliger Enthusiasmus für ein Social Network immer noch jede PR-Aktion schlägt.

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