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So filtert Facebook Newsfeed-Meldungen vor

Der "Edge Rank" bei Facebook war lange Zeit so etwas wie ein Mysterium. Vielerorts als Algorithmus bezeichnet, der darüber entscheidet, wem wo wie lange und wie prominent Beiträge von Nutzer und Seiten im Newsfeed präsentiert werden, war er letzten Endes einer von vielen Faktoren, die den individuellen Look einer jeden Facebook-Startseite bestimmten. Am Dienstag launchte das Social Network einen Blog, der Seitenbetreiber über Updates am Newsfeed informieren soll - und gab gleich eine Änderung bekannt.

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Auf einem Blog will Facebook Seitenbetreiber und Interessierte künftig über Änderungen am Newsfeed-Algorithmus informieren. Dort gab das Unternehmen auch gleich bekannt, dass man eine Änderungen an der Einsortierung älterer Beiträge im Newsfeed vornimmt. Jetzt können Meldungen, zu denen die Nutzer bisher nicht heruntergescrollt haben, erneut oben in den Neuigkeiten erscheinen, wenn diese Meldungen immer noch viele „Gefällt-mir“-Angaben und Kommentare erhalten.

Ein kürzlich durchgeführter Test mit einer kleinen Anzahl an Nutzern hätte ergeben, dass diese Änderung die Anzahl der „Gefällt mir“-Angaben, Kommentare und geteilten Inhalte zu Meldungen, die Nutzer über Freunde erhielten, um 5 % steigert. Zudem hätte man eine Steigerung von 8 % für „Gefällt mir“-Angaben, Kommentare und geteilte Inhalte zu Meldungen, die Nutzer über Seiten erhielten, feststellen können.
Facebook gewährt auch ein Einblick in sein Zahlenwerk. So wäre der typische Nutzer nach jedem Login mit rund 1.500 potenziellen Meldungen konfrontiert, wenn es keinen Mechanismus gäbe, der die Masse an Daten vorfiltert. Algorithmen berechnen, wie revelant eine Meldung für jeden Nutzer individuell ist anhand von Interaktionen mit einer Person oder einer Seite, der Anzahl ihrer Kontakte im Netzwerk und auf Basis vieler weiterer Faktoren.
Nicht weniger interessant: Vorher haben die Nutzer laut Facebook im Durchschnitt 57% der Meldungen in ihren Neuigkeiten gelesen. Fast die Hälfte aller News haben sie also gar nicht erst mitbekommen. Mit der Anpassung der Sortierung von Neuigkeiten hätten sich die Zahl gelesener Meldungen auf 70 % erhöht.
Die Intention des neuen Newsfeed-Blogs ist klar: Seitenbetreiber sollen besser informiert auch bessere Inhalte für ihre Nutzer erstellen. Davon profitiert auch Facebook. Denn auf diese Weise erhöht sich die Nutzungsdauer der Mitglieder im Netzwerk, Seitenbetreiber generieren mehr Fans und das Netzwerk kann wiederum höhere Werbepreise aufrufen. Dass das Unternehmen jene über Veränderungen informiert, die durch Werbespendings für Gewinne beim Social Network sorgen, war längst überfällig. Das neue Blog ist ein Schritt in die richtige Richtung. 

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