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Digital hält Springer auf Vorjahresniveau

Springer-Konzernchef Mathias Döpfner verteidigt den Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften an die Funke Gruppe. "Ich bin mir sehr sicher, dass wir dadurch mehr zur Zukunftssicherung des Journalismus beigetragen haben, als diejenigen, die in diesen Tagen so lautstark das Ende des Verlegertums beklagen", sagte Döpfner bei der Präsentation des Ergebnisses für das erste Halbjahr. Im Vergleich zu 2012 musste der CEO einen leichten Rückgang um 1,5 Prozent auf 303,9 Millionen Euro verkünden.

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Tatsächlich wird das Digitalgeschäft für den Verlag immer wichtiger. Mittlerweile hat dessen Anteil am Konzernumsatz die 40 Prozent-Marke erreicht. Der Anteil am EBITDA beträgt sogar 45 Prozent. Diese Wachstumsraten brauchen die Berliner auch, um die Rückgänge im Print-Geschäft aufzufangen. Nur so gelang es, den Umsatz auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums zu halten. Der Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr bei 1.627,3 Millionen Euro und damit fast genau auf dem Niveau des Vorjahres (1.620,4 Millionen Euro).

Das Ergebnis von 303,9 Millionen Euro bedeutet eine EBITDA-Rendite von 18,7 Prozent. Im Vorjahr lag sie noch bei 19 Prozent. Das EBITDA der Digitalen Medien legte um 23,3 Prozent auf 136,5 Millionen Euro zu.

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Anders sieht es bei der Ertragsentwicklung der inländischen Zeitungen aus. Sie sollen – laut Springer – "marktbedingt unter rückläufigen Erlöse und höheren Restrukturierungsaufwendungen gelitten haben. Mit einer EBITDA-Rendite von 20,5 Prozent blieb das Segment jedoch weiter hochprofitabel. Das trifft auch auf den Bereich Zeitschriften National zu. Dort liegt die EBITDA-Rendite bei 23,3 Prozent.
An dem allgemeinen Ausblick hält der Konzern fest. So geht das Management davon aus, im Geschäftsjahr 2013 die Gesamterlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigern zu können. Immer unter der Annahme, "dass es zu keiner signifikanten Beschleunigung der strukturell rückläufigen Trends im Printgeschäft kommt". Die sinkenden Vertriebserlöse im inländischen und internationalen Printgeschäft sollen auch weiterhin durch steigende Werbeerlöse bei den digitalen Medien aufgefangen werden. Dabei sollen diese organisch, aber auch durch Zukäufe wachsen.

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